Sturz in Brunnenschacht: Julen ist tot

Bis zuletzt gaben die Rettungskräfte die Hoffnung nicht auf, den kleinen Jungen lebend zu bergen – doch jetzt bestätigten sich alle Befürchtungen.



Vor schon fast zwei Wochen war das Unglück passiert: Bei einem Familienausflug in der Nähe des spanischen Ortes Totalàn war der zweijährige Julen plötzlich verschwunden. Bei der Suche stellte sich schnell ein entsetzlicher Verdacht ein: Könnte der kleine Junge beim Spielen in einen nicht abgedeckten, illegal gebohrten Brunnenschacht gefallen sein? Sein Vater gab an, das Kind noch in der Tiefe weinen gehört zu haben. Julens Tüte mit Süßigkeiten wurde gefunden, was den Verdacht erhärtete. Doch ihn selber konnte eine Spezialkamera in dem Schacht nicht erreichen – Steine waren im Weg und man befürchtete, die Situation durch rutschende Erde noch zu verschlimmern.

Die Bergung mit Spezialgeräten wurde sofort in die Wege geleitet, gestaltete sich jedoch extrem schwierig. Der 107 Meter tiefe Schacht war zu eng, um von oben eine Rettung einzuleiten. Bei der Bohrung von der Seite des Hangs versperrte immer wieder hartes Gestein den Weg, Tausende Kubikmeter Erde mussten teils von Hand abgetragen werden. Trotzdem blieb bis zuletzt ein Funken Hoffnung, dass Julen überlebt haben könnte.

Doch in der Nacht auf Samstag kam dann die traurige Gewissheit: Julen ist tot. Eine Obduktion soll jetzt Klarheit über die Todesursache bringen. Ein Gericht hatte bereits nach dem Notruf der Eltern ein Verfahren zu dem Unglück eingeleitet – mehr dazu im Video.
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