„Heimatnah“: Beate Zschäpe in JVA Chemnitz verlegt

Die NSU-Terroristin werde in ihrer neuen Unterbringung wie jede andere Insassin behandelt, hieß es vom Justizministerium.



NSU-Terroristin Beate Zschäpe (44) ist in die Justizvollzugsanstalt Chemnitz verlegt worden. Zschäpe hatte schon vor Jahren eine „heimatnahe Unterbringung" beantragt, die 2012 jedoch noch abgelehnt worden war. Nun wurde dem Wunsch Zschäpes nachgekommen.

Keine Sonderbehandlung

Für die Rechtsextremistin werde es keine Sonderbehandlung geben, hieß es vom Sprecher des Sächsischen Justizministeriums: „Frau Zschäpe ist eine ganz normale Gefangene wie andere auch."

Die JVA Chemnitz ist eines der modernsten Gefängnisse in Deutschland. Teile der Anlage wurden erst im Juni 2018 eingeweiht. Zschäpes neue Unterbringung besteht aus einem Zimmer mit Einzelbett, Nachtschrank, einem Schreibtisch mit Stuhl, Sideboard und Schrank. "Es ist ein Einzelhaftraum, der eine Größe von ca. 13 Quadratmetern aufweist. Inhaftierte Frauen sind hier, nach den Grundlagen des Gesetzes, in der Regel einzeln untergebracht. Und die Ausstattung der Hafträume ist in der Regel gleich", heißt es von der Anstaltsleiterin Eike König-Bender.

Lebenslange Freiheitsstrafe

Zuletzt saß Zschäpe in der Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim in Untersuchungshaft. Im Juli war die 44-Jährige nach jahrelangem Prozess vom Oberlandesgericht München wegen mehrfachen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Gericht stellte eine besondere Schwere der Schuld fest.

Zusammen mit Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos bildete Zschäpe die rechtsextreme Terrorgruppe NSU (Nationalsozialistischer Untergrund). Dem Trio wurden zehn Morde in den Jahren 2000 bis 2007 zugeschrieben.

Die Geschichte von Beate Zschäpe im Video.

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