Deutliche Erhöhung des Briefportos

Die Bundesregierung hat einer Änderung der Postentgeltverordnung zugestimmt. Die Post kann somit das Briefporto wesentlich stärker anheben als bisher vorgesehen.



Mit der neuen Verordnung wurde der Deutschen Post ein größerer Preisspielraum für alle regulierten Postprodukte eingeräumt. Schon ab Sommer könnte ein neues Porto gelten. Branchenkreisen zufolge könnte das Versenden eines Standardbriefes statt aktuell 70 Cent bis zu 90 Cent kosten. Im Vergleich: Der letzte Preissprung Anfang 2016 lag lediglich bei acht Cent. Im europäischen Vergleich sind Portokosten in Deutschland aber immer noch recht günstig.

Grund für die Preiserhöhung ist die Digitalisierung, die dazu führt, dass immer weniger Briefe versendet werden und folglich der Gewinn für die Post geringer ausfällt. Um profitabel wirtschaften zu können, setzt die Post daher auf eine Portoerhöhung.

Der Bundestagsabgeordnete Pascal Meiser, der auch Mitglied im Beirat der Bundesnetzagentur ist, mahnte jedoch: "Portoerhöhungen, die einzig die Milliardengewinne des Postkonzerns steigern, sind inakzeptabel." Stattdessen sollten die Einnahmen dazu verwendet werden, bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten zu schaffen sowie eine bessere Qualität bei der Postzustellung zu bieten.
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