Millionen-Spenden für Notre-Dame in der Kritik

Einige deutsche Promis reagieren mit Unverständnis auf die bereits hunderte Millionen Euro umfassenden Spenden für die Pariser Kathedrale Notre-Dame.



"Auf der Welt verhungern Menschen, weil kein Geld da ist. Kulturgut muss geschützt und unterstützt werden, keine Frage, aber Menschen sollten an erster Stelle stehen", kommentiert Natascha Ochsenknecht (54) in einem Instagram-Post, der ein Foto des brennenden Turms von Notre-Dame zeigt. Sie finde es traurig, "dass innerhalb kürzester Zeit über 700 Millionen Euro an Spenden für den Wiederaufbau gesammelt wurden".

Culcha Candela und Detlev Buck äußern ebenfalls Kritik

Ähnlicher Meinung ist auch die Band Culcha Candela. In einem Posting auf Facebook hinterfragen die Bandmitglieder nicht nur die enorm hohe Spendensumme. Sie greifen die Kirche auch direkt an. Unter anderem heißt es in dem langen Post: "Baut die Kirche auf, die ist schön. Aber kümmert Euch doch bitte auch um schlimmere Schicksale. Bringt diesen Vatikan mal zum Tacheles reden!"

Auch Regisseur Detlev Buck reagierte auf seinen ganz eigene Art und Weise. Auf Instagram postete er ein kurzes Video, in welchem man einen brennenden Holzhaufen sieht. Sein Kommentar dazu: "Alles abgebrannt. Spenden willkommen." Und: "Spenden von Milliardären würde ich auch öffentlich machen."

"Shitstorm" bleibt aus

Der große "Shitstorm" unter den Posts der Promis, den vor allem die Band Culcha Candela erwartet hatte – sie schlossen ihr Kommentar mit "Let the Shitstorm begin!" – blieb allerdings aus. Eigentlich trat eher das Gegenteil ein, viele Fans stimmten sogar zu.

Die Promis äußerten sich, da innerhalb kürzester Zeit nach dem Brand in der Kathedrale Notre-Dame am vergangenen Montag, der erst am Dienstagmorgen gelöscht werden konnte, insgesamt knapp 700 Millionen Euro an Spendengeldern zusammen gekommen sind. Einen erheblichen Teil spendete der Milliardär Francois-Henri Pinault. Die Summe beträgt angeblich knapp 100 Millionen Euro. Auch der Inhaber des Luxuskonzern "LVMH" Bernard Arnault sagte eine Spende in Höhe von 200 Millionen Euro zu.

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