Greta Thunberg und der Terminator wollen die Welt retten

Auf den ersten Blick haben sie gar nichts gemeinsam: Hier die zierliche Schülerin aus Schweden, dort der wuchtige Kleiderschrank von der Westküste, der sein Cowboy-Englisch immer noch mit breitem steirischen Akzent spricht - aber inhaltlich sind sich die beiden sehr nah. Und sie eint ein gemeinsames Ziel: Sie willen den Klimakampf gegen stetig steigende CO2-Konzentrationen in der Luft und träge Regierungen gewinnen.



Auf einer Klimakonferenz der NGO "R20 -Regions of Climate Action" in Wien warnten die Klimaaktivistin und der ehemalige Gouverneur von Kalifornien vor einem "Weiter so". "Terminator" Arnold Schwarzenegger griff die deutschen Autohersteller an, die mit Schummelsoftware betrügen statt endlich einen konkurrenzfähigen Elektromotor zu entwickeln. Der Fortschritt ließe sich aber ohnehin nicht aufhalten, wer jetzt die Zeichen der Zeit missachte, der sei bald Geschichte. Träumer und Macher müssten entschlossen gegen die Zweifler zusammenarbeiten.

"Isolierte Lösungen sind nicht mehr genug"

Greta Thunberg, Erfinderin von "Fridays for Future", die längst Sprachrohr und Gesicht des jugendlichen Widerstands gegen die zerstörerische Wirtschafts- und Umweltpolitik der großen Industrienationen geworden ist, strich noch einmal die immense Bedeutung eines gemeinsamen Vorgehens heraus: "Einzelne, voneinander isolierte Lösungen sind nicht mehr genug - und das wissen Sie alle."

Die Klimakrise sei die größte Krise, in der sich die Menschheit jemals befunden habe und deshalb sei in der derzeitigen Situation der reflexhafte Verweis auf gefährdete Arbeitsplätze und die Orientierung an Wachstumszielen völlig unangebracht, so die 16-Jährige weiter.

UN-Generalsekretär erinnert an Pariser Klimaabkommen von 2015

Auch UN-Generalsekretär António Guterres sprach auf der Konferenz und erinnerte noch einmal an das Pariser Klimaabkommen von 2015, nach der die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius begrenzt werden soll. Viele Länder seien seitdem aber weit hinter ihren im Abschlussprotokoll fixierten Versprechungen zurückgeblieben. Guterres schlug als mögliche Maßnahmen die Besteuerung von Umweltverschmutzungen und einen sofortigen Subventions-Stopp für fossile Brennstoffe vor.

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