Ifo-Geschäftsklima fällt: Trübe Aussichten für deutsche Wirtschaft

Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich im Monat Juni angesichts eines gefühlten Anstiegs wirtschaftlicher und politischer Risiken weiter verschlechtert. Deutschlands bedeutendster Stimmungsindikator, das Ifo-Geschäftsklima, fiel fiel um 0,5 auf 97,4 Punkte, den schlechtesten Wert seit November 2014.



Von der negativen Stimmung sind, den Handel ausgenommen, alle wichtigen Bereiche betroffen: Industrie, Dienstleistungssektor und Baugewerbe.

Ursachen für die trübe Stimmung gibt es einige: Neben den von den USA ausgehenden Handelskonflikten nennen die befragten Unternehmen vor allem die jüngsten Spannungen zwischen den USA und dem Iran als negative Faktoren, gerade nach der jüngste Eskalation mit dem Abschuss einer US-Drohne durch das iranische Militär. Aber auch die unklare Situation rund um den Brexit ist ein Stimmungskiller - die Aussicht auf Boris Johnson als möglichen neuen britischen Premierminister trägt ebenfalls wenig zur Aufhellung bei.

Das Ifo-Geschäftsklima wird durch die Befragung von etwa 9.000 Unternehmen ermittelt. Der daraus abgeleitete Indikator gilt als verlässliche Schätzgröße für das künftige Wirtschaftswachstum. Also keine rosigen Aussichten für die deutsche Wirtschaft.

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