Texas will Waffengesetze weiter lockern

Nach zwei weiteren schweren Amokläufen in Texas und Ohio protestieren die Menschen für striktere Waffengesetze – doch Texas reagiert anders als erhofft.

Als am vergangenen Wochenende zwei schlimme Amokläufe die USA erschütterten, die zahlreichen Menschen das Leben kosteten, gingen daraufhin viele auf die Straße, um die Regierung zu verschärften Waffengesetzen aufzufordern. Nachdem die Vereinigten Staaten in letzter Zeit immer wieder von schlimmen Anschlägen und Amokläufen zerrüttet werden, wollen die Menschen ein Umdenken beim Thema Waffen. Immer wieder gibt es Proteste gegen die Waffengesetze. Doch die Regierung von Donald Trump hält davon nicht viel und befürwortet das Gegenteil: Gewalt mit noch mehr Waffen bekämpfen.

Waffen in Kirchen und auf Schulgeländen

Bei den Anschlägen am vergangenen Wochenende in den Bundesstaaten Texas und Ohio wurden 29 Menschen getötet und zahlreiche verletzt. Die Einwohner gingen anschließend erneut auf die Straße, um die Regierung zu strikteren Gesetzen zu animieren. Auch in Texas waren zahlreiche Leute bei Protestzügen dabei. Doch die Regierung in dem Südstaat reagiert anders als gehofft und will nun die Waffengesetze noch weiter lockern. Ab September dürfen die Texaner nun auch in Kirchen eine Waffe bei sich tragen, auch in Schulen und im Auto dürfen zukünftig Waffen gelagert werden und sogar in Kinderheimen soll die Lagerung von Waffen und Munition legalisiert werden, solange diese verschlossen aufbewahrt werden.

Kein Umdenken der Regierung

Die texanische Senatorin Donna Campbell will „keine waffenfreien Zonen". „Es ergibt keinen Sinn, die guten Jungs zu entwaffnen und gesetzestreuen Bürgern die Möglichkeit zu nehmen, sich zu verteidigen, wenn Gewalttäter das Gesetz brechen und großes Unheil anrichten", so die Senatorin gegenüber CNN. Dass davon aber auch gewaltbereite Täter profitieren, in dem ihnen der bewaffnete Zugang zu allen möglichen öffentlichen Institutionen frei steht, scheint die Regierung nicht zu beunruhigen. Mit der Gesetzesänderung in Texas, werden sowohl Privatleute, als auch psychisch Kranke und auch Kriminelle nahezu unbeschränkten Zugriff zu Waffen haben. Auf Grund der Waffengesetze in den USA, gab es allein in diesem Jahr bereits 8.700 Opfer von Waffengewalt und 250 Amokläufe.

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