Hat Boris Johnson die Queen belogen?

Ein schottisches Gericht hat die Zwangspause des britischen Parlaments, die Premierminsiter Boris Johnson mit Hilfe der Königin durchgesetzt hat, für ungültig erklärt. Jetzt wird die Frage heiß diskutiert, inwieweit der Politiker die Queen dabei über seine wahren Absichten getäuscht hat.



Offiziell hatte Johnson die fünfwöchige Auszeit des Parlaments damit begründet, unter anderem ein Programm für die Gesundheitspolitik erarbeiten und in einer darauf folgenden Parlamentssitzung präsentieren zu wollen. Labour-Sprecher Keir Starmer sieht darin lediglich ein Manöver und schließt, dass "niemand, der bei vollem Verstand ist" diese Gründe glauben könne.

Der Gegenwind für Boris Johnson wird schärfer. Unterhaus-Sprecher John Bercow will den No-Deal-Brexit mit allen Mitteln verhindern und erklärt, es werde lediglich einen Brexit geben, wenn dieser ausdrücklich vom Unterhaus gebilligt werde.

Klingt nicht danach, als sollte die Insel so schnell wieder zur Ruhe kommen.
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