Lebenslange Haftstrafe für den Mord an Tramperin Sophia

Das Landgericht Bayreuth hat in der Mordsache um die getötete Tramperin Sophia Lösche sein Urteil gesprochen: Fernfahrer Boujemaa L. erwartet eine lebenslange Haftstrafe. Nach den zwei Monate währenden Verhandlungen kam das Gericht zu dem Ergebnis, dass der Fernfahrer die junge Frau zunächst mehrfach im Streit geschlagen und dabei schwer verletzt habe. Die eigentliche Tötung erfolgte aber erst später, wahrscheinlich um die Körperverletzung zu verschleiern.



Die damals 28-jährige Germanistikstudentin Sophia Lösche wollte von Leipzig ins bayerische Amberg trampen, um dort an der Geburtstagsfeier ihres Vaters teilzunehmen. Am Schkeuditzer Kreuz lernte sie ihren späteren Mörder kennen und stieg zu ihm ins Führerhaus des LKWs. Überwachungskameras zeigen die beiden später noch in ausgelassener Stimmung. Doch dann kam es zum tödlichen Streit - auf dem Parkplatz Sperbes-Ost südlich von Bayreuth. Boujemaa L. gibt an, es sei dabei um einen Brocken Haschisch gegangen.

Sophias Leiche wurde später nackt und gefesselt in einem Straßengraben in Spanien entdeckt. Boujemaa L. geriet schnell in den Fokus der Ermittler, zunächst jedoch nur als Zeuge. Er verhielt sich zunächst sehr unverdächtig und war kooperativ. Erst als wenige Tage nach Sophias Verschwinden sein Lastwagen ausbrennt, wird der Fernfahrer verdächtig.
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