Fridays for Future: Generalstreik in Berlin

Die soziale Bewegung "Fridays for Future" ist in aller Munde. Die Initiatoren rufen für den morgigen Freitag, den 20. September, zum Generalstreik auf. Alles Wichtige rund um den Klimastreik erfahren Sie hier.


Dem Aufruf zum globalen Klimastreik haben sich nicht nur Privatpersonen, sondern auch Organisationen, Parteien und Gewerkschaften angeschlossen. Auch hierzulande wollen Kirchen und Umweltorganisationen wie Greenpeace und Brot für die Welt dem Aufruf "Junge und Erwachsene gemeinsam können die Regierung zum Handeln antreiben" Folge leisten. Rund 10.000 Demonstranten sind bei der Polizei für die größte Kundgebung angemeldet, wobei die Dunkelziffer deutlich höher ausfallen könnte.

In Berlin sagte Quang Paasch, der Vertreter von "Fridays for Future" am vergangenen Dienstag: "Wir müssen gemeinsam der Politik zeigen, dass es uns ernst ist." Weltweit sind in mehr als 2.000 Städten in 129 Staaten Proteste angemeldet, allein in Deutschland werden um die 400 Demonstrationen erwartet.

In Berlin sind Blockaden geplant

Einigen Klimaaktivisten reicht der geplante Protest-Marsch anscheinend nicht aus, denn sie kündigten nun spontane Blockaden in Berlin an. Die Protest-Gruppe "Extinction Rebellion" will am morgigen Freitag "strategisch wichtige Punkte in der Hauptstadt Berlin blockieren". In der Landeshauptstadt wie auch in anderen Ballungsräumen wird wegen der Vielzahl und Dauer der Demos mit einigen Behinderungen auf den Straßen gerechnet.

Flixbus unterstützt die Proteste

Das Fernbusunternehmen "Flixbus" erklärte, die Demonstrationen unterstützen zu wollen. So will das Unternehmen die Teilnehmer des Klimastreiks kostenlos mit Bussen zu den Kundgebungsorten am 20. und 27. September fahren. Um das Angebot zu nutzen, muss die Teilnahme in Form eines Fotos bewiesen werden. Die entstehenden Kosten werden dann in Form eines Gutscheins zurückerstattet.

Darf ich als Arbeitnehmer am Streik teilnehmen?

Während sich Berliner Landesbeschäftigte dem Streik anschließen dürfen, sieht die rechtliche Lage des Durchschnitts-Arbeitnehmers anders aus. In Deutschland gibt es kein politisches Streikrecht, sodass bei Missachtung der Arbeitszeiten auch arbeitsrechtliche Konsequenzen folgen können.

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