Özil-Überfall: Neues Video aufgetaucht

Gestern veröffentlichte die Met Police in London ein Video, das neue Details des Raubüberfalls auf Mesut Özil und Sead Kolašinac offenbart.


Im Juli 2019 war das erste Mal bekannt geworden, dass die beiden Fußballstars auf offener Straße in London überfallen worden waren. Zwei vermummte Männer mit einem Moped hatten das Auto der Profikicker angehalten und sie mit einem Messer bedroht. Die Täter wurden einen Monat später wegen versuchten Raubes und Bedrohung mit einer Waffe angeklagt. In ihren Geständnissen gaben sie an, sie hätten sich die Armbanduhren von Özil und Kolašinac als Beute erhofft.

Der Mutige und der Feigling?

In dem kurzen Zusammenschnitt aus den Clips zweier Überwachungskameras werden die unterschiedlichen Reaktionen der beiden Arsenal-Spieler sehr deutlich: Kolašinac steigt aus und stellt sich den Angreifern mutig entgegen, während Özil scheinbar ängstlich sitzen bleibt und die Autotür schließt.
In einem Interview mit der Sportwebsite The Athletic verrät Özil den Grund dafür: Seine Frau Amine Gülse saß ebenfalls mit in dem Wagen, als der Überfall geschah. Um sie zu schützen, griff er reflexartig nach der Tür.

Diese Zahl sticht ins Auge

Die Problematik ist keine neue: Mehr als 40.000 Gewalttaten wurden im vergangenen Jahr in London mit Messern verübt. Ändern wird sich diese Horror-Statistik in naher Zukunft wohl nicht, denn gleichzeitig baute die britische Regierung massiv Stellen bei der Londoner Polizei ab.

Über Mesut Özil:

Der ehemalige DFB-Spieler mit türkischen Wurzeln wuchs zusammen mit seinen Geschwistern in Gelsenkirchen auf. Zunächst spielte er in seiner Jugend für kleinere regionale Vereine und anschließend mehrere Jahre für Rot-Weiß-Essen. 2006 wurde Özil vom FC Schalke 04 als Profispieler verpflichtet. Später wechselte er zu Werder Bremen, Real Madrid und schließlich 2013 zu seinem aktuellen Verein, dem FC Arsenal.

Özil war zudem von 2009 bis 2018 Teil der deutschen Nationalmannschaft. Nach Kontroversen um seine spielerischen Fähigkeiten sowie um die Fotos mit dem türkischen Staatsoberhaupt Recep Tayyip Erdoğan kurz vor Wahlen in der Türkei, gab er seinen Rücktritt aus der deutschen Nationalelf bekannt.
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