Österreich: Kurz will mit den Grünen koalieren

Nach der Nationalratswahl am 29. September 2019 wartet Österreich immer noch auf eine neue Regierung. Nun wollen es die beiden größten Wahlsieger miteinander versuchen: Trotz aller inhaltlichen Unterschiede haben sich die ÖVP von Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz und die Grünen dafür ausgesprochen, Koalitionsverhandlungen aufzunehmen.



Die siegreiche ÖVP von Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte sich mit 37,5 Prozent der Stimmen um sechs Prozentpunkte verbessern können, die Grünen legten sogar um mehr als zehn Prozentpunkte zu und landeten bei 13,9 Prozent. Außer der Tatsache, dass sie beide zu den Wahlgewinnern zählen, haben ÖVP und Grüne jedoch nicht allzu viele Gemeinsamkeiten.

Während die Grünen um Partei-Chef Werner Kogler ihre inhaltlichen Pflöcke vor allem bei den Themen Umwelt und Klimaschutz einschlagen, positioniert sich die ÖVP mit einem harten Anti-Migrationskurs, der gerade von den Grünen immer wieder hart kritisiert wurde.

"Wagnis ergebnisoffen angehen"

Wissend um die Schwierigkeit des Unterfangens, wollen sich beide Seiten Zeit geben. Kogler spricht von einem "Wagnis", während Kurz verspricht, seine Partei werde die anstehenden Gespräche "ergebnisoffen, aber ehrlich, respektvoll und mit vollem Engagement" führen.

Sollten die Koalitions-Verhandlungen am Ende scheitern, stünde der ÖVP noch die SPÖ als möglicher Regierungspartner zur Verfügung. Die rechtspopulistische FPÖ sieht ihre Rolle in der kommenden Legislaturperiode eher in der Opposition.

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