Berliner Tierhorterin quält Katzen

In Berlin hat die Polizei einen extremen Fall von Tierquälerei aufgedeckt. Eine Frau hortete eine unglaubliche Menge Katzen in ihrer Wohnung – und ließ die Tiere leiden.


Diese Berlinerin hat es mit der Tierzucht mehr als nur ein bisschen übertrieben: Insgesamt 93 Katzen fanden Polizisten in ihrer Wohnung vor. Ihre Besitzerin leidet unter einer Krankheit namens Animal Hoarding.

Was ist Animal Hoarding?

Als Animal Hoarder oder Tierhorter werden Menschen bezeichnet, die süchtig danach sind, Tiere zu züchten oder zu sammeln. Der problematische Aspekt daran ist, dass die betroffenen Menschen ihre Haustiere verwahrlosen lassen. Sie kümmern sich weder um ausreichend Futter und Wasser, noch um genügend Platz und Pflege für ihre unfreiwilligen Schützlinge. Besonders fatal ist in den meisten Fällen der hygienische Zustand des Ortes, an dem die Tiere gehalten werden. Durch ihre ungewöhnlich hohe Anzahl sammeln sich schnell Dreck und Fäkalien an. Tierhorter reinigen den Haltungsort oft nicht oder nur unzureichend.

Animal-Hoarding ist eine psychische Krankheit, bei der Tierhalter und Tiere gleichermaßen Hilfe benötigen. Denn von alleine sehen die Betroffenen meist nicht ein, dass sie ein Problem haben.

Die Folgen für die Tiere

Bei Tieren führt Animal Hoarding immer zu großen Qualen. Langfristig treten durch den Mangel an Hygiene, und die Unterernährung schwere Krankheiten auf. Die Folgen reichen von starken Schmerzen bis zum Tod der Tiere.

Auch in dem Fall aus Berlin leiden die Katzen stark unter der Verwahrlosung, die sie erfahren haben. Fast alle von ihnen sind krank. Sie haben Durchfall, eitrige Augen, Bauchwassersucht, Würmer oder Parasiten. Einige Katzen wurden aufgrund ihres schlimmen Zustandes sogar eingeschläfert. Sechs Jungtiere starben durch Keime.

Wie geht es nun weiter?

Die Katzen sind inzwischen in der Obhut von Fordin Ebelin, einem Tierarzt des gemeinnützigen Vereins T.I.E.R.E E.V. in Potsdam. Ebeling und seine Mitarbeiter päppeln die geschwächten Tiere wieder auf und nehmen auch Einschläferungen vor, wenn keine Aussicht auf Besserung des Gesundheitszustandes mehr besteht.

Der Tierhorterin aus Berlin wurde ein lebenslanges Zucht- und Halteverbot auferlegt.
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