Flugzeug kollidiert nach Start mit Wohnhaus

In Kasachstan ist eine Passagiermaschine nach dem Start abgestürzt und anschließend mit einem Wohngebäude zusammengestoßen.

Bei dem Unglück der kasachischen Fluggesellschaft Bek Air sind am Freitag mindestens 12 Menschen ums Leben gekommen. Die Notfallhelfer sprachen zunächst von 15 Todesopfern, korrigierten die Zahl jedoch bald. Zahlreiche Menschen schweben allerdings nach wie vor noch in Lebensgefahr. 49 von den 93 Passagieren und fünf Besatzungsmitgliedern sollen sich mit kritischem Zustand in den umliegenden Krankenhäusern befinden.

Die Maschine verlor schnell an Höhe

Wie es genau zu dem Unfall kam, ist noch nicht geklärt, es gibt allerdings schon zahlreiche Details und Informationen. Die Maschine soll kurz nach ihrem Start in der Stadt Almaty stark an Höhe verloren haben und gegen halb acht Uhr Ortszeit in eine Betonmauer geknallt sein. Daraufhin zerbrach das Flugzeug offenbar und krachte in ein Wohnhaus im Nordosten des Flughafens. Das beschädigte Gebäude soll glücklicherweise eine Baustelle und damit leerstehend gewesen sein, über Opfer außerhalb des Flugzeugs ist bis jetzt noch nichts gemeldet worden.

Überlebende berichten

Für die Passagiere muss der Absturz dramatisch gewesen sein. Bereits kurz nach dem Unglück kursierten Videos in Internet, auf denen weinende und verstörte Überlebende zu sehen sind. Eine Frau berichtet, ein furchtbares Geräusch im Flugzeug gehört zu haben, bevor es extrem an Höhe verlor. "Es hatte den Anschein, als habe man die Kontrolle über das Flugzeug verloren", berichtet ein Überlebender. Die Maschine soll bereits kurz nach dem Start heftig zu wackeln angefangen haben.

Das Flugzeug ist stark beschädigt

Zahlreiche Bilder vom Unfallort zeigen die Rettungskräfte im Einsatz an dem Rumpf der Maschine, der auf einem Feld zum Liegen gekommen ist und dem abgerissenen vorderen Teil des Flugzeugs, der zur Hälfte in einem Wohnhaus zu stecken scheint. Die Maschine wurde bei dem Aufprall offensichtlich stark beschädigt, sodass die Arbeit der Rettungskräfte nur langsam voranschreiten kann. Zudem sind die Außentemperaturen in Kasachstan weit unter dem Gefrierpunkt und die Unfallstelle mit Schnee bedeckt.

Die Maschine war auf dem Weg in die kasachische Hauptstadt Nursultan, ehemals Astana. Der kasachische Präsident Kassim-Schomart hat bereits angekündigt, die Unfallursache mit einer Sonderkommision ermitteln zu lassen und den Angehörigen der Todesopfer eine Entschädigungsleistung auszuzahlen.

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