Genmanipulierte Embryos: 3 Jahre Haft für Wissenschaftler

In der südchinesischen Stadt Shenzhen ist unter Ausschluss der Öffentlichkeit der Prozess gegen He Jiankui zu Ende gegangen, der vor einem Jahr die ersten genmanipulierten Babys präsentiert hatte.



Die Embryos der Zwillinge Lulu und Nana wurden mit der Genschere Crispr/Cas9 verändert. Zeil des Eingriffs war, die beiden Mädchen gegen eine mögliche spätere Ansteckung mit HIV zu immunisieren.

Ungeachtet der Frage, ob die Forschung des chinesischen Wissenschaftlers seriös ist und tatsächlich das gewünschte Resultat hervorgebracht hat, hatte der Fall eine weltweite Diskussion über die etische Zulässigkeit derartiger Verfahren ausgelöst.

Das chinesische Gericht verurteilte He Jiankui nun wegen illegaler Genmanipulation zu drei Jahren Gefängnis und der Zahlung einer Summe von umgerechnet 380.000 Euro. Zwei weitere Ärzte erhielten ebenfalls Haftstrafen, die aber in einem Fall zur Bewährung ausgesetzt wurden.
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