Ehepaar vernachlässigt Kind, bis es stirbt

Im österreichischen Krems an der Donau stand ein deutsches Ehepaar vor Gericht, weil es sein krankes Kind vernachlässigte, bis es starb. Die Eltern waren nach eigener Aussage davon überzeugt, dass Gott ihre Tochter heilen würde.


Kind wollte nicht zum Arzt

Bei einer ärztlichen Untersuchung vor ihrem Tod, war bei der 13-Jährigen eine chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse festgestellt worden. Die Eltern, beide Mitglieder einer Freikirche, überließen ihrer Tochter die Entscheidung, sich behandeln zu lassen. Als diese nicht wollte, unternahmen die Eltern nichts. Die Mutter sagte später vor Gericht: „Ich habe erwartet, dass Gott sie gesund macht."


Im Zweifel für den Angeklagten

Über das Strafmaß entschied ein achtköpfiges Geschworenengericht. Dieses musste abwägen, ob das Verhalten der Angeklagten den Tatbestand des Mordes erfüllt. Die Hälfte der Geschworenen stimmte dagegen. Da bei einem ausgeglichenen Stimmenverhältnis das Urteil zu Gunsten des Angeklagten ausfällt, wurde der Anklagepunkt Mord fallengelassen. Das Ehepaar erhielt stattdessen eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren wegen grober Vernachlässigung mit Todesfolge.

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