USA: Das sind die Präsidentschaftsbewerber der Demokraten

Knapp drei Jahre bekleidet Donald Trump nun schon das Amt des amerikanischen Präsidenten. Wenn es nach diesen Demokraten ginge, wird sich das bald ändern.


Insgesamt hatten sich fast 1000 Amerikaner bei der föderalen Wahlkommission beworben (Stand: August 2019). Chancen ausrechnen können sich aber aktuell nur sechs Demokraten. Die anfängliche ethnische Vielfalt ist bereits verloren gegangen, denn zwei aussichtsreiche Kandidaten afroamerikanischer Herkunft - Cory Booker und Kamala Harris - haben mittlerweile das Handtuch geworfen.

Von Multimilliardären und Außenseitern

Das Feld der Bewerber wirkt unübersichtlich, doch nur wenige Amtsanwärter rechnen sich echte Chancen aus, die Speerspitze der Demokraten zu sein. Zu Beginn der Vorwahlen am 3. Februar sah es für Joe Biden erfolgversprechend aus, aktuell befindet sich Bernie Sanders auf dem Vormarsch. Die beiden Frauen im Ring hinken hingegen hinterher. Doch mit wem haben wir es überhaupt zu tun?
  • Bernie Sanders: Bei den letzten Vorwahlen (2016) noch Zweitplatzierter, hat sich Sanders mittlerweile gute Umfragewerte sichern können. Der 78-jährige Senator aus Vermont hat der wirtschaftlichen Ungleichheit und dem Klimawandel den Kampf angesagt. Erst im vergangenen Oktober erlitt er einen Herzinfarkt, was ihn zu einem unsicheren Amtsanwärter macht.
  • Joe Biden: Er war zu Zeiten Obamas acht Jahre lang Vizepräsident und kann die größte Expertise in Sachen Regierungsgeschäfte vorweisen. Trotz internationaler Bekanntheit scheint Biden keinen erfolgreichen Wahlkampf bestreiten zu können, bereits zwei Anläufe liefen ins Leere. Insbesondere die Ukraine-Affäre könnte dem 77-Jährigen den Sieg kosten.
  • Michael Bloomberg: der ebenfalls 78-Jährige ist der neuntreichste Mensch der Welt. Über Trumps Vermögen von rund drei Milliarden Dollar lacht der 55,5 Milliarden schwere Geschäftsmann. Ob die Wähler dem Medienunternehmer wirklich vertrauen können, bleibt fraglich. Erst in letzter Minute entschied er sich, am Wettkampf teilzunehmen. Außerdem gehörte er bis 2007 den Republikanern an.
  • Elizabeth Warren: Die ehemalige Jura-Professorin vertritt seit 2013 Massachusetts im Senat. Für den Durchschnitts-Amerikaner könnte Warren zu links sein, setzt sie sich doch für eine ganzheitlich staatliche Gesundheitsversicherung ein. Kürzlich in den Umfragen noch vor Biden rangierend, liegt sie momentan wieder weit hinten.
  • Pete Buttgieg: Der 38-Jährige ist der jüngste Amtsanwärter und galt lange als Außenseiter. Als Bürgermeister der Kleinstadt South Bend in Indiana wurde er als Provinzpolitiker abgetan. Was er aber mitbringt: Abschlüsse aus Oxford und Harvard, abgeleisteter Militärdienst in Afghanistan und ein angeborenes Gespür für politische Belange. Würde er gewählt, wäre er der erste verheiratete homosexuelle Präsident der USA.
  • Amy Klobuchar: Die dem Mittleren Westen entstammende ehemalige Firmenanwältin gilt als weniger progressiv und sehr pragmatisch. Geschätzt wird die 59-Jährige für ihre gesetzgeberische Arbeit im Senat.

Alle Informationen über den anfänglichen Hahnenkampf im Video.
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