Angst vor Covid-19: Erste Deutsche kaufen Vorräte

Das Coronavirus treibt weiterhin sein Unwesen und verursacht in weiten Teilen der Bevölkerung Deutschlands und seiner Nachbarländer eine wachsende Unsicherheit: Menschen tätigen Hamsterkäufe, um im Notfall über Vorräte zu verfügen.


Die offizielle Anzahl der an Covid-19 erkrankten Deutschen stieg vergangenes Wochenende auf 150. Über die Hälfte der Infizierten leben in Nordrhein-Westfalen, besonders der Kreis Heinsberg ist betroffen. Insgesamt sind nach aktuellen Daten 49 Landkreise in zehn Bundesländern Covid-19-Fälle bestätigt worden. Diese Situation reicht für einige Menschen offenbar aus, um auf Nummer sicher gehen zu wollen: In Brandenburg und Berlin vermelden Supermärkte wegen Hamsterkäufen einen Umsatzanstieg von 40 bis 50 Prozent.

Nudeln, Mehl und Mineralwasser

Zu den heißbegehrten Gütern gehören vor allem lang haltbare Nahrungsmittel wie etwa Mehl, Nudeln, Konservenkost oder Mineralwasser. Doch auch Hygieneartikel, insbesondere Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken sind in einigen Apotheken inzwischen Mangelware. Die Hort-Hysterie begrenzt sich außerdem nicht nur auf Länder wie Deutschland oder Italien, wo sich das Coronavirus ohne Zweifel verbreitet. Auch in Tschechien und Ungarn, wo viel weniger Infektionen gezählt wurden, erfolgte an einigen Orten der Ansturm auf die Produktregale.

Gesundheitsministerium rät vom Horten ab

Während ausgedehnte Vorratskäufe in der Bevölkerung immer mehr Anklang finden, werden diese von offizieller Stelle kritisiert. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums von NRW empfahl in ihrer Stellungnahme zu diesem Thema, vom Horten von Lebensmitteln abzusehen, da ein Mangel voraussichtlich nicht eintreten werde. Auch der Massenkauf von Medikamenten, Atemschutzmasken oder Desinfektionsmitteln sei nicht vorteilhaft, da diese dann den vom Virus betroffenen fehlen würden.

Neue Einschätzung des Robert-Koch-Instituts

Das Robert-Koch-Institut hat inzwischen die Gefahr des Virus für Deutschland von gering auf mäßig erhöht. Anstatt Vorräte anzulegen, empfiehlt das Institut auf seiner Website jedoch, auf eine bessere Hygiene zu achten. Dazu gehören unter anderem das gründliche Waschen der Hände, die Einhaltung von Hust- und Niesetiquette und das Desinfizieren der Hände bei Berührungen mit infektiösem Material.

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