Die Bundeskanzlerin muss in Quarantäne

Angela Merkel hatte sich am Freitag prophylaktisch gegen Pneumokokken impfen lassen, die Bakterien, die eine Lungenentzündung hervorrufen können. Am Sonntag wurde bekannt, dass ihr Arzt nun positiv auf das Coronavirus getestet wurde.


Ihrem Pressesprecher zufolge hat sich Merkel nun in häusliche Quarantäne begeben. Die Kanzlerin habe vor, sich in den nächsten Tagen mehrfach auf das Virus testen zu lassen. Trotz Isolation will Merkel ihre Tätigkeiten aber weiterhin ausführen. „Auch aus der häuslichen Quarantäne wir die Bundeskanzlerin ihren Dienstgeschäften nachgehen", betonte Steffen Seibert.

Nachdem Gesundheitsminister Jens Spahn eine Empfehlung an Menschen über 60 gegeben hatte, sich gegen Pneumokokken impfen zu lassen, ist auch Angela Merkel dieser Empfehlung nachgekommen. Angesichts der wachsenden Ausbreitung des Coronavirus sollen ältere Menschen sicherstellen, dass sie gegen die Bakterien geschützt sind, die die Lungenentzündung hervorrufen können. Die Impfung soll helfen, dass sich besonders gefährdete Menschen nicht mit Pneumokokken und Corona anstecken, da beide Krankheiten die Lunge stark belasten.

Die Bundeskanzlerin ließ sich am Freitag von einem Arzt impfen, der an diesem Wochenende nun positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Das ist der Grund, warum sie sich nun vorübergehend in häusliche Quarantäne begeben wird. Am Sonntag hatte Merkel eine Pressekonferenz gegeben und sich für ein Kontaktverbot im ganzen Land ausgesprochen. Infolgedessen sind Ansammlungen von mehr als zwei Menschen erstmal verboten. Ausgenommen davon sind Angehörige, die zum eigenen Hausstand gehören oder eine weitere Person, mit der man nicht zusammenlebt, beispielsweise bei unverheirateten Lebenspartnern.

„So retten wir Leben", sagte Angela Merkel. Sie betonte auch, dass es sich bei dem Kontaktverbot nicht um Empfehlungen handle, sondern um Regeln, an die sich alle halten sollen. Wer diese Regeln mißachte, der müsse mit Geldstrafen rechnen. Vor dem Kontaktverbot hatten einige Bundesländern bereits ihre eigenen Regeln entworfen. Bayern will sich demnach nicht an den neuen Vorlagen orientieren, sondern weiterhin an den am Freitag erlassenen Ausgangsbeschränkungen festhalten. Diese besagen, dass nur gemeinsam an die frische Luft darf, wer im gleichen Haus wohnt.

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