Corona-Krise: Adidas heftig kritisiert

Nachdem Adidas angekündigte, im kommenden Monat die Mietzahlungen für Filialen auszusetzen, sieht sich das Unternehmen massiver Kritik ausgesetzt – und rudert zurück.


„Unverantwortlich" nannte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) das Vorhaben von Adidas, im April die Miete für die eigenen Läden auszusetzen. Unterstützung findet die Entrüstung des Politikers unter anderem bei vielen Twitter-Nutzern, die unter dem Hashtag #boykottadidas Stimmung gegen das Unternehmen mit dem Streifenlogo machen. Hintergrund des Zorns ist die gute finanzielle Lage von Adidas: Der Hersteller diverser Sportartikel hatte im vergangenen Jahr hohe Gewinne erzielt. Trotzdem möchte das Unternehmen die in der Corona-Krise neu geschaffene Regelung zum Kündigungsschutz für Mieter in Anspruch nehmen und ab ersten April seine Mietzahlungen aussetzen.

Adidas versucht zu beschwichtigen

Inzwischen bemüht es sich jedoch auch um Schadensbegrenzung: Laut dem Vorstandsvorsitzenden Kasper Rorsted seien private Vermieter davon ausgenommen, es sei lediglich mit großen Versicherungsfonds und Immobilienanbietern abgesprochen worden, die Miete nicht zu zahlen.

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