Ostergottesdienste ganz ohne Menschen

Was machen die Kirchen, wenn durch Corona keine Besucher mehr in die Gottesdienste kommen können? Sie lassen sich was einfallen und feiern Ostern beispielsweise über Internet-Streams oder in Autogottesdiensten.

Papst Franziskus feierte die Karfreitagsmesse mit einer Hand voll Menschen im Petersdom. Nachdem die Kirche am 10. März durch die Ausbreitung des Coronavirus geschlossen werden musste, bleibt den katholischen Gläubigen nur eine Messe per Videoaufzeichnung. Im Vatikan gab es bereits ebenfalls mehrere Fälle von Covid-19.

Passionsmusik in Bleischutzanzügen

Auch in der vom großen Brand geschädigten Pariser Kathedrale Notre Dame wurde ein Gottesdienst gefeiert. Priester und ein paar Musiker hielten einen Gottesdienst in Schutzanzügen ab, da das Gotteshaus nach wie vor stark mit Blei belastet ist. „Das Leben ist immer noch da", sagte der Erzbischof von Paris.

Mit Trommeln auf dem Balkon

In Aragon (Spanien) mussten die Menschen auf die traditionelle katholische Karfreitagsprozession verzichten und feierten stattdessen gemeinsam auf ihren Balkonen. Trotz Quarantäne erklangen die Trommeln des üblichen Prozessionszugs.

Autogottesdienst mit Sicherheitsabstand

Auch in Deutschland fanden zahlreiche Karfreitagsgottesdienste statt. Viele katholische und protestantische Kirchen feierten mit ihren Gemeinden über das Internet und teilten die Gottesdienste über Live-Streams. In Düsseldorf wurde ein ökumenischer Autogottesdienst veranstaltet, bei dem die Besucher der Feier aus ihrem Fahrzeug heraus folgen konnten. „Ich versuche, dass wir jetzt mal wieder ein bisschen Gemeinschaft erleben können, wenn auch unter total veränderten Bedingungen", freut sich der Pfarrer.

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