Boris Johnson verteidigt Berater nach Corona-Verstoß

Nachdem Dominic Cummings gegen das Reiseverbot der Landes verstieß, wurde er von vielen heftig kritisiert. Jetzt nimmt Johnson seinen Berater in Schutz.

Dominic Cummings gilt als Chefstratege und engster Berater von Boris Johnson. Der 48-Jährige musste jetzt mit viel Kritik umgehen, nachdem zahlreiche Politiker und Journalisten ihn für sein Vorgehen während des britischen Lockdowns kritisierten. Cummings verstieß unter anderem gegen das geltende Reiseverbot in Großbritannien, nachdem er mit seiner Frau und seinem Kind mehr als 430 Kilometer zu seinen Eltern fuhr. Durch diese Aktion fordern viele Oppositionelle, aber auch zahlreiche Konservative seinen Rücktritt.

"In jeder Hinsicht verantwortlich"

Boris Johnson scheint nicht zu den Kritikern zu gehören, denn er verteidigte seinen Berater nun öffentlich in einer Pressekonferenz. "Nach einem ausführlichen Gespräch mit Dominic Cummings, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass dieser wegen der Betreuung seines Kindes gereist sei. In einer Situation, in der sowohl er, als auch seine Frau mit einer Beeinträchtigung durch das Coronavirus rechnen mussten, hatte er keine andere Alternative. Er ist dem Instinkt eines Vaters, dem Instinkt aller Eltern gefolgt. Ich werde ihn deshalb nicht verurteilen. Aller Behauptungen zum Trotz, was während der Selbstisolation und danach geschah, bin ich der Ansicht, dass Cummings in jeder Hinsicht verantwortlich, legal und mit Integrität gehandelt hat", erklärte Johnson.

Gab es mehrfache Verstöße?

Die Diskussion um Cummings Regelverstoß entfachte sich am Wochenende in den britischen Medien. Offenbar ist der Johnson-Berater nicht nur einmal, sondern mehrfach hintereinander zu seinen Eltern gereist, doch das bestreitet die Regierung.

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