Fall Maddie: Ermittlungen erneut aufgenommen

Die kleine Maddie verschwand im Jahr 2007, als die damals 3-Jährige mit ihrer Familie in einer Ferienanlage Urlaub machte. Seitdem gilt Madeleine McCann als vermisst. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft in Braunschweig die Ermittlungen jedoch erneut aufgenommen und einen 43-Jährigen im Visier.

Heute wäre Maddie bereits ein Teenager, doch ob das britische Mädchen überhaupt noch am Leben ist, weiß keiner so genau. Seit 13 Jahren suchen ihre Eltern nach ihr, nachdem sie im Sommer 2007 aus einer Wohnung in einer Ferienanlage in Portugal entführt wurde. Danach wurde in alle Richtungen ermittelt, zwischenzeitlich verdächtigte man sogar die Eltern, das eigene Kind ermordet zu haben. Diese Ermittlungen wurden jedoch auf Grund von mangelnden Beweisen wieder eingestellt. Nach 14 Monaten beendete die Polizei die Suche nach Maddie dann vollends. Das Mädchen konnte nicht gefunden werden.

Der Verdächtige ist ein inhaftierter Sexualstraftäter

Seitdem gab es immer einmal wieder schwache Hinweise zu Maddies Verbleib: Zeugenaussagen und polizeiliche Nachforschungen, die ins Leere führten. Doch jetzt wollen die Staatsanwaltschaft in Braunschweig und das Bundeskriminalamt eine neue Spur haben. Es geht um einen 43-Jährigen Mann, der zur Zeit von Maddies Verschwinden nicht unweit vom Feriendomizil der McCanns im portugiesischen Ort Praia da Luz gelebt haben soll. Hinzu kommt, dass der verdächtigte Deutsche bereits vorbestraft ist und momentan als Sexualstraftäter eine Haftstrafe absitzt. Offenbar wurde er "unter anderem auch wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt", lautete es in einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft.

Zeugenaufruf über "Aktenzeichen XY... ungelöst"

An der Algave soll der Verdächtige immer wieder Gelegenheitsjobs nachgegangen sein, vor allem in der Gastronomie. Zusätzlich habe man Anhaltspunkte, dass der Mann auch immer wieder für Einbruchdiebstähle in Hotels und Ferienanlagen verantwortlich gewesen sein soll und dem Drogenhandel nachging. In Braunschweig wird ermittelt, da der 43-Jährige vor seinem Leben in Portugal dort gewohnt hat. Das BKA hat mittlerweile einen Zeugenaufruf gestartet und auch über das ZDF Format "Aktenzeichen XY... ungelöst", bei der auch Maddies Eltern im Jahr 2013 zu Gast waren, wird nach Zeugen gesucht.

Zwei verdächtige Fahrzeuge und ein mysteriöser Anruf

Der Mann trug zur Tatzeit vermutlich kurzes blondes Haar, ist ungefähr 1,80 Meter groß und soll zwei Fahrzeuge genutzt haben, die in dringendem Zusammenhang mit dem Tathergang stehen könnten. Es handelt sich dabei um einen VW T3 mit einem portugiesischen Kennzeichen und einen Jaguar XJR 6 mit mit einem deutschen Kennzeichen. Besonders auffällig ist, dass das Kennzeichen des Jaguars offenbar kurz nach Maddies Verschwinden umgemeldet wurde und die Fahrzeuge beide nicht dem Beschuldigten gehörten. Zudem soll der Mann zum Tatzeitpunkt einen verdächtigen Anruf erhalten haben. "Ermittler glauben, dass die Person, die diesen Anruf getätigt hat, ein höchst wichtiger Zeuge ist, und rufen sie dazu auf, in Kontakt zu treten", heißt es auf der Seite des BKA. Von einer Aussage des Verdächtigen ist bislang noch nichts bekannt.

Weitere Infos zum Thema gibt es im Video!
Weiterlesen

Mehr aus dem netz