Sparkassen-Kunden aufgepasst: Corona-Betrugsmasche im Umlauf

Die Sparkasse warnt derzeit vor Phishing-Mails. Auf dem Hintergrund des verabschiedeten Konjunktur-Pakets bestehe eine latente Gefahr für Kundenkonten.


Bereits vor zwei Monaten warnte die Sparkasse Aurich-Norden vor Telefonbetrügern. Diese würden Bankkunden anrufen und Kontodaten einholen. Auf Facebook informiert und sensibilisiert die Sparkasse ihre Kunden: Aus Sicherheitsgründen würde eine Bank niemals sensible Zugangsdaten via Telefon erfragen. Nun warnt die Sparkasse wieder und jeder einzelne Kunde könnte von den Abzock-Versuchen betroffen sein.

Konjunkturpaket im Fokus

Aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie beschloss die Bundesregierung ein milliardenschweres Konjunkturpaket. Die Verbraucherzentrale warnt vor neuen Betrugsmaschen. So seien E-Mails im Umlauf, die irreführende und falsche Informationen enthalten. Hierin heißt es, das aufgrund des verabschiedeten Konjunkturpakets die monatlichen Kontoführungsgebühren bei der Sparkasse abgeschafft würden. Weiter behauptet der Absender, dass der Kunde mit dem Klick auf einem Button einen finanziellen Vorteil aus der Situation ziehen könne. Folgt der Adressat dem Link, wird er auf eine professionell gestaltete Website weitergeleitet, die sensible Informationen abfragt. Mit diesen Daten sind die Betrüger in der Lage, die entsprechenden Konten leer zu räumen.

Cyberkriminelle nutzen gar psychologische Tricks, um die Sparkassen-Kunden in die Irre zu führen. Unter anderem appellieren sie an die Vernunft des Adressaten: "Prävention ist keine Hysterie, und Ignoranz ist auch kein Mut! Wir hoffen sehr auf Ihre Solidarität und Ihr Verständnis!"

So erkennen Sie einen Betrugsversuch

Auch wenn die Phishing-Mails in der Regel authentisch wirken, können Verbraucher mit einfachen Tricks hinter den Betrug kommen. Rechtschreibfehler und eine unpersönliche Anrede ("Sehr geehrte Kundinnen und Kunden") sind erste Anzeichen einer unseriösen Mail. Auch ein Blick auf die Absender-Adresse gibt Aufschluss über die Echtheit, da Betrüger keine Mailadressen der Banken benutzen. Thematisch drehen sich die Mails um angeblichen Identitätsklau, Kontosperrungen, Änderungen der Datenschutzverordnung oder schlichtweg Datenabgleich. Die Tonalität der Mail folgt immer dem Ziel, Druck auf den Empfänger auszuüben und ihn dazu zu bringen, wertvolle Informationen preiszugeben.

Die Verbraucherzentrale und Sparkassen empfehlen ausdrücklich, bei diesen Auffälligkeiten keinem Link zu folgen und keine persönlichen Daten weiterzureichen. Wenn sie auf einen Passwortdieb hereingefallen sind, senden Sie die schädliche E-Mail an warnung@sparkasse.de.

Alle Informationen zu den derzeit grassierenden Betrugsversuchen im Video.
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