Polizei mit Hundertschaften im Hambacher Forst

Am Dienstag startete die Polizei einen Einsatz im Hambacher Forst, um bestehende Barrikaden auf den Wegen abzureißen. Das Bündnis "Ende Gelände" verurteilte die Aktion.


Insgesamt drei Hundertschaften mobilisierte die Aachener Polizei am Dienstag, um den Hambacher Forst für Einsatzfahrzeuge der Polizei und Rettungssanitäter wieder befahrbar zu machen. Gleichzeitig sei man auf der Suche nach Straftätern aus der linksextremen Szene gewesen. Die Einsatzkräfte beseitigten an zwei Stellen des Waldes Holzkonstruktionen, welche bis zu 20 Meter Höhe maßen. Die Baumhäuser der rund 100 Bewohner des Waldes dagegen wurden nicht entfernt. Seit der Räumung des Waldes 2018 sind zahlreiche neue provisorische Bauten entstanden, in denen die Besetzer des Waldes hausen.

Vereinzelter Widerstand

Die Aktion verlief laut eines Sprechers der Polizei, abgesehen von einigen Beschimpfungen in Richtung der Beamten, weitgehend ohne Zwischenfälle. Lediglich eine Verhaftung wegen Wiederstandes gegen Polizeibeamte sei vollzogen worden und eine Frau habe man für kurze Zeit in Gewahrsam nehmen müssen. "Ende Gelände", ein Bündnis gegen Kohle, das schon an den früheren Protesten im Hambacher Forst beteiligt war, verurteilte den Vorstoß der Polizei als provokativ.

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