Millionenstrafe für Deutsche Bank wegen Beziehung zu Epstein

Die Deutsche Bank wurde in Amerika zu einer 150 Millionen Dollar-Strafe verdonnert. Grund sei die Beziehung zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Es handelt sich um einen der größten Geldwäscheskandale weltweit.


Jeffrey Epstein associate Ghislaine Maxwell transferred to New York City jail

Aufgrund mehrerer "Verfehlungen" muss die Deutsche Bank tief ins Portemonnaie greifen. Satte 150 Millionen kostet den Konzern unter anderem die Kooperation mit dem mittlerweile verstorbenen Hedgefonds-Manager Epstein. So die Sprecherin des New Yorker Department of Financial Services (DFS): "Obwohl die Bank die schreckliche kriminelle Vergangenheit von Herrn Epstein kannte, hat sie es unentschuldbar versäumt, verdächtige Transaktionen in Millionenhöhe aufzudecken oder zu verhindern."

Zwangsprostitution und Kindesmissbrauch

Im Jahre 2008 bekannte sich der Jeffrey Epstein der erzwungenen Prostitution einer Minderjährigen schuldig und erhielt eine 18-monatige Haftstrafe. Im vergangenen Jahr kam er dann in Untersuchungshaft, da vermehrt Vorwürfe des Kindesmissbrauchs laut wurden. Der 63-Jährige nahm sich in der U-Haft das Leben.

In dieser Woche wurde auch seine damalige Vertraute Ghislaine Maxwell festgenommen. Die Britin soll Epstein bei seinen Sexualstraftaten unterstützt haben. Derzeit befindet sie sich unter verschärften Bedingungen in Untersuchungshaft. Kommenden Freitag wird ihr Fall vor Gericht gebracht.

Deutsche Bank schaute weg

Jeffrey Epstein soll Zahlungen an mutmaßliche Mitverschwörer getätigt haben. Zudem seien hohe Summen an russische Models transferiert worden und auch eine Barabhebung von 100.000 Dollar hätte der Deutschen Bank auffallen müssen. Die New Yorker Behörde ist sich sicher, dass die Verantwortlichen bewusst wegschauten. Das Paradoxe daran: Als das Geldhaus 2013 eine Geschäftsbeziehung zu Epstein einging, habe das Unternehmen diesen als "High Risk"-Kunden eingestuft.

Die Deutsche Bank sei laut der New Yorker Behörde die erste, die wegen der Beziehung zu Epstein zur Verantwortung gezogen wurde. Andere Institute befänden sich ebenfalls im Visier der Ermittler.

Deutsche Bank lenkt ein

Das Unternehmen sei sich der Vergehen bewusst und betitelt die Aufnahme Epsteins mittlerweile als Fehler. Aus diesem habe man gelernt und die Prozesse und festgestellten Schwächen dementsprechend angepasst. Das Geldhaus betont eine transparente Kooperation mit den Behörden und die Stärkung der internen Kontrollen. Man wolle die Finanzkriminalität zukünftig verstärkt bekämpfen.
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