Skandal-Schlachthof nimmt Betrieb wieder auf

Der in Verruf geratene Schlachthof Tönnies darf ab sofort wieder schlachten. Rund 600 Mitarbeiter nehmen auf Geheiß des Bürgermeisters der Stadt Rheda-Wiedenbrück ihre Arbeit wieder auf.


Nachdem bekannt geworden war, dass sich das Coronavirus unter den Mitarbeitern des Unternehmens Tönnies in Nordrhein-Westfalen rasant verbreitet hatte, stoppte man die Produktion. Nun, etwa einen Monat später, kehren die Mitarbeiter der Abteilungen Schlachtung und Blutverarbeitung auf das Gelände der Firma zurück. Die Erlaubnis dazu erfolgte am Mittwoch durch Theo Mettenborg, Bürgermeister der Stadt, sowie andere zuständige Institutionen.

Abgesonderte Bereiche

Beide Bereiche seien laut der Pressemitteilung räumlich und betrieblich vom Rest des Unternehmens getrennt. Zudem sei auch der Mindestabstand und eine ausreichende Luftzufuhr gewährleistet. Tönnies stellte außerdem einen Antrag auf die Wiedereröffnung des Bereiches für Fleischzerteilung, dessen Hygienekonzept soll allerdings noch von Fachleuten überprüft werden.

Entlastung für Schweinemäster

Ein Grund für die schnelle Neuinbetriebnahme der Schlachtungsabteilung dürften die Probleme vieler Schweinemäster sein, Abnehmer für ihre Tiere zu finden. Während Vertragspartner auf andere Tönnies-Werke ausweichen konnten, mussten sich wieder andere kurzfristig um einen anderen Schlachter bemühen, was nicht jedoch immer gelang.

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