Boris Johnson vergleicht Lockdown mit Atombombe

Obwohl sein Corona-Berater eine landesweite Maßnahme im Kampf gegen Covid-19 nicht ausschließt, will Johnson nichts davon wissen und vergleicht einen Lockdown nun mit einer Atombombe.


Coronavirus Pandemic In London

"Es ist wie eine Atombombe. Ich will sicherlich nicht davon Gebrauch machen", erklärt der britische Premierminister gegenüber dem Sunday Telegraph und zieht damit einen ungeschickten Vergleich zu einem möglichen Lockdown in Großbritannien. Doch nicht nur das: Johnson ist der Meinung, dass sein Land auf derartige Maßnahmen wie einen Shutdown gar nicht mehr angewiesen wäre. Die britischen Gesundheitsbehörden seien "viel besser darin geworden, das Virus zu finden und lokal zu isolieren." Sie wären darauf vorbereitet, wen es am härtesten treffen könnte und auf welchen Wegen sich das Virus verbreitet.

Zweite Welle könnte noch schlimmer werden

Großbritannien ist das am stärksten von Corona heimgesuchte Land in Europa. Die Inselnation verzeichnet bislang 45.000 Tote durch Covid-19. Dennoch kündigte Johnson erst am Freitag weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen an und will das normale Leben spätestens bis Weihnachten wiederhergestellt haben. Doch Experten warnen: In Großbritannien könnte eine zweite Welle im Winter mit 120.000 Corona-Toten noch viel mehr Menschenleben fordern. Auch Johnsons Corona-Berater Patrick Vallance ist alarmiert und will die Möglichkeit von weiteren landesweiten Maßnahmen auf keinen Fall ausschließen.
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