Keine Schließung nach Corona-Infektionen

In Niedersachsen wurden mehrere Mitarbeiter eines Geflügel-Schlachthofs positiv auf das Coronavirus getestet. Der Landkreis sieht dennoch keinen Anlass, den Betrieb zu schließen.

Nach einem großen Ausbruch des Coronavirus in einer Hähnchenschlachterei in Niedersachsen sieht der zuständige Landrat des Landkreises Vechta offenbar keinen Grund zur Schließung des Unternehmens.

"Wir haben geguckt, wo sind die Infektionsherde, kann das eigenen Schichten einzelnen Bereichen zugeordnet werden und dort werden wir Maßnahmen ergreifen. Eigentlich arbeiten die mit genug Abstand, aber es kann ja sein, dass die Mitarbeiter sich in Pausen oder sonstigen Bereichen gegenseitig infiziert haben. Ansonsten haben wir keine Infektionen innerhalb des Betriebes als Ursache feststellen können. So, dass ich auch keinen Anlass habe, die Firma komplett zu schließen," erklärt Landrat Herbert Winkel (CDU).

Er betont außerdem, dass der Betrieb ein gutes Hygienekonzept hätte und die infizierten Mitarbeiter sich wohl in den Pausen oder in ihrer Freizeit angesteckt hätten.

Die Corona-Fälle wurden bei einem Reihentest festgestellt, bei dem 66 von 1046 Mitarbeitern positiv auf das Virus getestet wurden. Die infizierten Angestellten wurden unmittelbar unter Quarantäne gestellt, so wie auch rund 70 direkte Angehörige. Weitere Kontaktpersonen wolle man ab Montag ermitteln.

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