Elon Musk will Musik direkt ins Hirn streamen

Laut Elon Musk könnte das Streamen von Musik im Gehirn in nicht allzu langer Zukunft Realität werden. Doch die potenziellen Möglichkeiten des dafür verwendeten Implantats gehen noch viel weiter.


Neuralink heißt die Technologie, mit der es laut Elon Musk schon bald möglich sein könnte, Musik direkt in ein Gehirn zu senden. Der Unternehmer hatte die entsprechende Frage eines Nutzers auf Twitter positiv beantwortet und forderte interessierte Entwickler auf, mit ihm in Kontakt zu treten und gemeinsam an einer Umsetzung dieser Idee zu arbeiten.

Was ist Neuralink?

Bei Neuralink handelt es sich um ein Unternehmen von Musk, das sich auf die Entwicklung von Schnittstellen zwischen menschlichen Gehirnen und Computern spezialisiert hat. Durch die Implantation eines nur wenige Millimeter großen Chips ist die Übertragung von Daten direkt in den Kopf möglich. Dazu werden die winzige Kabel an dem Chip mit Nervensträngen verbunden. Anschließend können Daten gesendet und empfangen werden. Die zugrundeliegende Technologie existiert bereits seit einigen Jahren und kommt schon heute bei der Behandlung von neurologischen Erkrankungen wie Epilepsie oder Parkinson zum Einsatz. Durch die Implantation des Chips und das Senden bestimmter Signale lässt sich in vielen Fällen das starke Zittern eines Parkinson-Patienten deutlich reduzieren. Mit Neuralink möchte Musk diese Gehirnimplantate verbessern und ihre Einsatzmöglichkeiten um ein Vielfaches erweitern.

Fantastische Möglichkeiten

Im Vordergrund steht auch bei Neuralink die Schaffung von besseren Therapiemöglichkeiten für neurologischen Krankheiten. Die Vision von Musk geht allerdings weit über dieses lohnende Ziel hinaus. Laut Musk könnte es in Zukunft möglich sein, Musik unabhängig von Umgebungsgeräuschen direkt über das eigene Gehirn zu hören. Doch damit nicht genug: Der Unternehmer träumt zudem von einer Art App-Store, in dem sich Menschen bestimmte Fertigkeiten ganz einfach downloaden können. Beispielsweise Fremdsprachen oder die Bewegungen einer Kampfsportart.

Eingriff mit Roboter und Laser

Die Implantations-OP soll dabei von einem Roboter durchgeführt werden, der die kleinen Drähte mit dem Gehirn und einem Prozessor außerhalb des Schädels verknüpft. Dieser Prozessor säße dann, ähnlich wie ein Hörgerät, an der Seite des Kopfes und könne etwa mit dem Smartphone gekoppelt werden. Das Loch für die Implantation solle bei dem Eingriff übrigens nicht gebohrt, sondern per Laser in den Schädel des Patienten geschnitten werden.

Infos zu diesem Thema zeigt auch das Video.
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