Psychopathen tragen keine Maske

Spätestens seit Einführung der Maskenpflicht ist erkennbar, wer den staatlich auferlegten Regeln Folge leistet und wer nicht. Eine polnische Studie hat nun ergeben, dass sich insbesondere Psychopathen nicht an die Vorgaben halten würden.


Mehrere Studien haben jüngst untersucht, welche Bevölkerungs- und Persönlichkeitsgruppen regelkonform agieren und welche nicht. Eine US-amerikanische Befragung der Universitäten Berkeley und Middlesex ergab, dass mehr Frauen als Männer die Corona-Schutzmaßnahmen beachten würden. So stimmten weitaus mehr Männer der Aussage zu, dass ein Mund-Nasen-Schutz ein Zeichen von Schwäche und Unterwerfung sei.

Persönlichkeitsstudie

Eine polnische Studie hat keine geschlechtsspezifischen Thesen erforscht, sondern Persönlichkeitsmerkmale untersucht und ist zu einem nicht minder interessanten Ergebnis gekommen. Laut einer Umfrage würden verträgliche Charaktere, die allgemein nach Harmonie streben und soziale Kompetenzen vorweisen könnten, sich auch eher regelkonform verhalten.

Die Dunkle Triade

Das Pendant zu diesem Persönlichkeitsmerkmal bilde laut Studienergebnissen die sogenannte Dunkle Triade oder auch Dunkler Dreiklang. Gemeint ist eine bestimmte Kombination von Persönlichkeitsmerkmalen: Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie. Diese Menschen legten erstens ein egozentrisches und gegenüber anderen gleichgültiges Verhalten an den Tag. Die eigene Meinung würde von ihnen über die aller anderen gesetzt, wobei Logik und Argumente kein entscheidendes Kriterium darstellten. Zweitens empfänden sie Regeln im Allgemeinen und staatliche Vorgaben im Speziellen als Maulkorb und unzumutbare Einschränkung der eigenen Interessen. Zu guter Letzt fehle es ihnen an Empathie. Stattdessen agierten sie impulsiv und neigten dazu, hohe Risiken einzugehen. Die Kombination dieser Persönlichkeitsmerkmale ergebe ein destruktives und ausbeuterisches Handlungsmuster, das sich aktuell im Umgang mit der Corona-Pandemie manifestiert.

Aufklärung als Schlüssel

Unter anderem fragten die Interviewer der Studie die Probanden: "Ist die Lage so schlimm, dass sie Maßnahmen erfordert und moralisch verpflichtet?" Personen, die diese Frage bejahten, würden sich laut Experten auch eher an Schutzmaßnahmen halten. Eine Autorin der Studie erklärt, dass die Situation aber unter Umständen mächtiger sein könne als solche persönliche Neigungen. Deshalb sei auch eine intensive Aufklärung unabdingbar: "Unsere Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung des Glaubens an die Wirksamkeit von Maßnahmen."

Alle Informationen zum Thema gibt es auch im Video.
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