Mutiert das Coronavirus zu einer gewöhnlichen Erkältung?

Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker haben ja schon immer behauptet, dass es sich bei dem neuartigen Virus letztlich doch nur um einen handelsüblichen Schnupfen handelt. Das stimmte in der Vergangenheit sicher nicht, davon zeugen viele schwere Verläufe der Krankheit Covid-19 und nicht zuletzt die hohe Zahl an Todesfällen. Doch Virologen machen jetzt zumindest Hoffnung für die Zukunft.


Das Zauberwort heißt Mutation. Mutierte Coronaviren klingen zunächst einmal nach einem ziemlichen Horrorszenario, in dem alles noch viel schlimmer wird. Doch es gibt Hinweise darauf, dass die Anpassung des Virus' in diesem Fall eine Veränderung zum Besseren für den Menschen bedeutet.

Dafür spricht beispielweise die Tatsache, dass es während der "zweiten Welle" in vielen Ländern bislang deutlich weniger Todesfälle gegeben hat. Außerdem hat sich mittlerweile eine vorübergehende Störung des Geschmacks- und Geruchsinns als vorrangiges Symptom der Krankheit etabliert - und die geht nach Erkenntnissen der Virologen mit einem schwächeren Krankheitsverlauf einher.

"Das Virus will in die oberen Atemwege"

Professor Ulf Dittmer, Virologe am Uniklinikum Essen, glaubt auch zu wissen, wieso es zu dieser Entwicklung kommt: "Das Virus möchte nicht in den Tiefen der Atemwege festsitzen, sondern lieber weiter nach oben wandern, in die oberen Atemwege, weil es sich von dort aus besser verbreiten kann. Damit wäre es dann aber auch weniger gefährlich."

Die vermutete Mutation wäre also für das Virus sinnvoll - und für den Menschen segensreich. Trotzdem kann im Kampf gegen Corona noch lange keine Entwarnung gegeben werden.

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