Regierung verlängert Kurzarbeitergeld bis Ende 2021

Für die einen ist es ein Segen, für die anderen ein Fluch: Das umstrittene Kurzarbeitergeld, von der Bundesregierung als Krisenhelfer für angeschlagene Branchen und Unternehmen konzipiert, soll noch lange weiterlaufen - möglicherweise länger als die Coronakrise selbst.


Die Reaktionen auf die Nachricht könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Wirtschaftsminister Peter Altmaier für seine Maßnahme sogar Lob von einzelnen Arbeitnehmerverbänden wie der IG Metall sowie Arbeitsminister Hubertus Heil erhielt, der das Kurzarbeitergeld als "stabilste Brücke über ein tiefes wirtschaftliches Tal" bezeichnete, fragen sich viele Beschäftigte, wie sie den Verdienstausfall auf lange Sicht kompensieren sollen.

Kritik kommt auch aus der FDP. Katja Suding befürchtet, "totgerittene Branchen" würden durch die Bundesmittel künstlich am Leben gehalten. Es hält sich zudem die Sorge, auch gesunde Unternehmen, die sich nicht in akuter Not befänden, könnten vereinzelt der Versuchung erliegen, einen Teil ihrer Personalkosten aus Steuermitteln bezahlen zu lassen – zu Lasten ihrer Angestellten und der Allgemeinheit. Die Kosten für den Bund belaufen sich auf einen zweistelligen Milliardenbetrag.

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