Es war einmal der Ikea-Katalog

Er hatte eine gewisse Tradition – der Ikea-Katalog. Doch nun ist Schluss. 70 Jahre konnten sich Fans des schwedischen Möbelhändlers über den gedruckten Katalog freuen. Ab jetzt wird es ihn nur noch online geben.

Hohe Auflagen und riesige Verbreitungsgebiete: Vom Ikea-Katalog wurden 2016 rund 200 Millionen Exemplare verteilt. Weltweit erschien das Printprodukt in 32 Sprachen und in über 50 Ländern. Doch offenbar rentiert es sich in unserem digitalen Zeitalter nicht länger.

Die Zukunft ist digital

Das schwedische Möbelhaus hat nun entschieden, den gedruckten Katalog vollständig einzustellen. Die Kunden sollen sich nun online oder in den Filialen informieren. Nach Analysen des Kundenverhaltens und des Medienkonsums lasen immer weniger Menschen den Print-Katalog. Nichtsdestotrotz gestand der Ikea-Manager Konrad Grüss:

"Sowohl für unsere Kunden als auch für unsere Mitarbeitenden ist der Ikea-Katalog mit unzähligen tollen Erinnerungen und Emotionen verbunden."

Kunden kaufen Möbel vermehrt online

In diesem Jahr verzeichnete Ikea aufgrund der Corona-Pandemie ein Hoch im Online-Umsatz. In Deutschland wuchs der Anteil des Internet-Umsatzes verglichen zum Vorjahr von 9,4 auf 16,2 Prozent. Weltweit stieg 2019 der Online-Handel von Ikea um 45 Prozent an. Vermehrt besuchte Webseiten und Apps intensivieren das neue Online-Shopping-Erlebnis des Möbelhändlers, weshalb er zunehmend auf digitale Strategien setzt.

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