Risiken und Nebenwirkungen des Corona-Impfstoffs

Welche Bevölkerungsgruppen den Impfstoff zuerst verabreicht bekommen sollen, ist bereits festgelegt. Doch welche möglichen Nebenwirkungen kann der bald auf den deutschen Markt kommende BioNTech- und Pfizer-Impfstoff hervorrufen?

First Covid-19 vaccines arrive and are administered in Colorado.
First Covid-19 vaccines arrive and are administered in Colorado.

Großbritannien und die USA haben den Impfstoff bereits zugelassen und mit den Impfungen begonnen. Bald soll der Wirkstoff BNT162b2 auch die Corona-Krise in Deutschland dämpfen. Zur Aufklärung über die möglichen Risiken hat die britische Regierung den englischen Beipackzettel des Impfstoffs bereits online veröffentlicht. Diesen bewertete nun der Virologe Friedenmann Weber in einem Bericht.

Die wichtigsten Informationen

Der Impfstoff ist geeignet für Menschen ab 16 Jahren und wird innerhalb von drei Wochen in zwei Dosen verabreicht. Die Schutzwirkung setzt beim Geimpften laut dem Hersteller erst sieben Tage nach der zweiten Dosis ein. Folgende Personengruppen sollten sich nicht impfen lassen: starke Allergiker, Schwangere, Stillende und Personen mit Kinderwunsch in den nächsten zwei Monaten. Diese Nebenwirkungen kommen am häufigsten vor: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Frösteln, Fieber, Übelkeit, Muskel-und Gelenkschmerzen.

Der mRNA-Impfstoff enthält genetische Informationen des Erregers. Hieraus stellt der Körper ein Viruseiweiß her, woraufhin das Immunsystem Antikörper bildet. Diese fangen die Antikörper ab. BNT162b2 ist bisher der einzige Impfstoff dieser Art. Der Virologie-Professor Friedemann Weber sagte dazu auf dem Portal focus.de:

„Das, was in dem Beipackzettel drinsteht, ist nicht wirklich überraschend und in keinem Fall ein Grund zur Sorge. Es ist toll, dass es nach 20 Jahren Forschung an mRNA-Impfstoffen endlich ein mRNA-Vakzin bis zur Zulassung geschafft hat."

Weitere Anmerkungen zum Beipackzettel

BioNTech will 2021 untersuchen, ob der Impfstoff auch für Menschen unter 16 Jahren zulässig sein kann. Außerdem könnte bereits eine einzige Impfdosis ausreichen – auch wenn eine Zweifachimpfung in der Forschung die gängige Methode ist. Der Grund, warum Schwangeren von der Impfung abgeraten wird, ist, dass man ihn bei ihnen nicht ausreichend getestet hat. Man gehe daher auf Nummer sicher. Allgemeine Nebenwirkungen treten tatsächlich eher häufig auf, aber halten sich noch im Rahmen des Normalen.

Auf dem Beipackzettel findet der Virologie-Professor darüber hinaus keine Hinweise auf schwerwiegende Risiken und Nebenwirkungen. Das hatten auch BioNTech und Pfizer nach letzten Analysen mitgeteilt. Dass – einem Gerücht zufolge – der Impfstoff die menschliche DNA verändern könne, sei auszuschließen. Hierfür fehle jegliche Grundlage.

Der Schutz des Corona-Impfstoffs

Der Impfstoff BNT162b2 soll nach zahlreichen Testreihen der Unternehmen einen 95-prozentigen Schutz nach dem Verabreichen gewährleisten. Allerdings ist zu beachten, dass die Impfung lediglich vor einer Covid-19-Erkrankung schützt. Inwieweit er auch vor einer Infektion oder einer Weitergabe schützt, ist noch unklar.