Diese Notiz hinterließ Trump Biden im Oval Office

Es ist seit 1989 eine von Ronald Reagan begründete Tradition, dem Präsidentennachfolger eine persönliche Notiz im Oval Office zu hinterlassen. Das Ganze gilt als Symbol für einen friedlichen Machtwechsel. Daher ist es eher ungewöhnlich, dass ausgerechnet Donald Trump diese Tradition nicht brach.

Es war über 150 Jahre her, dass ein voriger US-Präsident nicht an der Vereidigungszeremonie seines Nachfolgers vor dem Kapitol teilnahm – bis gestern. Donald Trump flog am Tag der Vereidigung Bidens nach Florida, um einer Demütigung als schlechter Verlierer aus dem Weg zu gehen. Nichtsdestotrotz hinterließ er seinem Nachfolger Biden eine Notiz im Oval Office.

Überraschend wohlwollend

Kurz nachdem Biden im Oval Office ankam, äußerte er sich zu Trumps Brief: "Der Präsident hat einen sehr wohlwollenden Brief geschrieben." Er fügte allerdings hinzu, dass es um eine persönliche Angelegenheit ginge und er daher keine Einzelheiten an die Öffentlichkeit bringen wolle. Die Geste überraschte alle, denn Trump nannte während seiner Abschiedsrede nicht ein einziges Mal den Namen seines Nachfolgers Biden und machte stets den Eindruck, dass er dessen Sieg nicht akzeptierte.

Obwohl Trump Biden eine Notiz hinterlassen hat, äußern sich viele Kritiker skeptisch. Sie sind der festen Überzeugung, dass Trump nie an einer friedlichen Machtübergabe interessiert gewesen wäre. Die Begründung hierfür sei die fehlende Akzeptanz Trumps für Bidens Wahlsieg und die Stürmung des Kapitols durch seine Anhänger. Darüber hinaus habe Trump bis heute dem neuen Präsident Joe Biden nicht zum Wahlsieg gratuliert.

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