"Post-Covid-Syndrom" im Visier der WHO

Auch einem milden Verlauf der Covid-19-Krankheit kann das schwerwiegende “Post-Covid-Syndrom” folgen. Wer es bekommt und warum, ist laut Weltgesundheitsorganisation WHO noch nicht gründlich genug erforscht.

Viele Menschen leiden weltweit an “long covid”, auch “post covid” genannt. Damit sind Krankheitssymptome gemeint, die sich zum Teil erst Monate nach dem Ausbruch von Covid-19 manifestieren. Wie viele Menschen genau davon betroffen sind und was das ungewöhnliche Phänomen auslöst, ist unklar. Die Weltgesundheitsorganisation WHO möchte deshalb nun die Erforschung des Syndroms stärker in den Fokus ihrer Untersuchungen zum Krankheitsverlauf von Covid-19 setzen.

Die Corona-Expertin der WHO, Janet Diaz, betont, dass die Frage nach der Verbreitung und der Ursache wichtig ist, um das Post-Covid-Syndrom künftig besser verhindern und behandeln zu können. Man gehe anhand bisheriger Studien davon aus, dass etwa jeder zehnte Corona-Patient betroffen sein könnte.

Auch junge Menschen leiden darunter

Patienten mit dem Syndrom leiden oft unter chronischer Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Husten und Atemnot oder Problemen mit dem Herzen. Auch junge Menschen bleiben nicht verschont: Vor wenigen Tagen berichtete die tagesschau vom Fall der 25-jährigen Sozialpädagogin Rebecca. Monate nach ihrer vermeintlich milden Covid-19-Erkrankung wird eine Herzmuskelentzündung entdeckt. Diagnose: Post-Covid-Syndrom.

Mehr Infos zeigt das Video.