Selten dämlich: Einbrecher steigt in Polizeiwache ein

In der Nacht von Freitag auf Samstag soll ein Mann in Gronau versucht haben, sich gewaltsam Zugang zu einem Gebäude zu verschaffen, brach dabei durch die Hintertür ein und landete somit schnurstracks in der Falle.

German police sign in a street
Symbolbild

War er nur schlecht informiert oder geistig nicht mehr ganz zurechnungsfähig? Diese Frage stellt sich nun die Polizei in Gronau, die mit einem merkwürdigen Einbruch konfrontiert wurde. Am Freitag um 23:30 Uhr versuchte ein Mann die Hintertür zu einem Gebäude gewaltsam aufzuhebeln und brach anschließend in die dahinter verborgenen Räumlichkeiten ein. Eines war dem Mann jedoch wohl nicht ganz klar: Bei dem Gebäude, in das er soeben eingestiegen war, handelte es sich um eine Polizeiwache.

Der Täter war den Beamten nicht unbekannt

Nachdem der Täter sich Zugang zum Innenhof der Wache verschaffte und sich anschließend an der Tür zu schaffen machte, blieb sein kriminelles Treiben nicht lange unentdeckt. Kurz nachdem er das Gebäude erfolgreich betreten hatte, erfolgte auch schon seine Festnahme. Bei dem verhafteten Mann handelt es sich um einen 25-jährigen Deutschen, der zur Tatzeit ein Messer bei sich trug und offenbar bereits im Vorhinein für andere Straftaten und Einbrüche verantwortlich gewesen sein soll. Schon am Dienstag vergangener Woche soll er mit einem Messer bewaffnet zwei Tankstellen überfallen haben und am Freitag habe er sich für den Diebstahl eines Laptops aus einem gastronomischen Betrieb verantwortlich gemacht, so die Polizei in Gronau.

Warum brach der Täter bei der Polizei ein?

Warum der Mann ausgerechnet in die Polizeiwache einstiegt, und ob er sich über die damit verbundenen Konsequenzen im Klaren war, ist bislang unbekannt, da er von den Beamten noch nicht verhört werden konnte. Bei seiner Festnahme soll er sich aggressiv verhalten haben, leistete massiven Widerstand und attackierte die Polizeibeamten körperlich und verbal. Kurz nach der Tat wurde er offenbar von einem Arzt untersucht, der ihn anschließend zwangsweise in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses einwies.