So gelingt das perfekte Frühstücksei

So ein frischgekochtes Frühstücksei ist schon eine feine Sache. Doch um die gewünschte Konsistenz hinzubekommen, gibt es ein paar Dinge zu beachten, damit das vermeintlich hartgekochte Ei nicht über die Tischdecke schwappt.

Beim Eierkochen die gewünschte Konsistenz zu erreichen, ist schon eine Kunst für sich. (Bild: Getty Images)
Beim Eierkochen die gewünschte Konsistenz zu erreichen, ist schon eine Kunst für sich. (Bild: Getty Images)

Spätestens seit dem berühmten Loriot-Sketch "Das Frühstücksei" (Zitat: "Ich weiß es nicht, ich bin kein Huhn") ist bekannt, dass die Zubereitung des perfekten Frühstücksei schon eine kleine Wissenschaft für sich ist, denn jeder hat dabei seine persönliche Vorliebe. Die einen wollen ein weichgekochtes Ei, die anderen bevorzugen es eher hartgekocht.

Damit das Frühstücksei genau so wird, wie gewünscht, gibt es hier ein paar nützliche Tipps.

Wie lange muss ein Ei kochen?

Die Kochzeit des Frühstückeies hängt natürlich in erster Linie davon ab, ob man es lieber weich- oder hartgekocht haben möchte. Daneben hängt aber natürlich auch die Größe des Hühnereis eine große Rolle. So erreicht ein Ei der Größe S schneller den gewünschten Härtegrad als Eier der Größe M oder L. Kauft man sich Eier im Supermarkt, handelt es sich in den allermeisten Fällen um Eier der Größe M, die Größenangabe ist aber auch einem kleinen Aufkleber auf der Eierschachtel zu entnehmen.

Für ein Ei der Größe M gelten folgende Kochzeiten als Empfehlung (bei bereits kochendem Wasser):

  • 3,5 Minuten, wenn das Eigelb noch flüssig und das Eiweiß leicht flüssig bleiben soll

  • 5 Minuten, wenn das Eigelb weich, aber nicht mehr flüssig sein soll

  • 9 Minuten, wenn das Eiweiß festwerden, das Eigelb allerdings noch weich bleiben soll

  • 11 Minuten, wenn sowohl Eigelb, als auch Eiweiß fest sein sollen

Bei diesen Zeitangaben muss man allerdings beachten, dass Eier, die direkt aus dem Kühlschrank kommen, mehr Zeit benötigen, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen. Es empfiehlt sich daher, Eier vor dem Kochen vorab schon aus dem Kühlschrank zu holen, damit diese vor dem Kochen Zimmertemperatur haben.

Wann soll man die Eier in das Wasser geben?

Um in den angegebenen Zeiten die gewünschte Konsistenz zu erreichen, dürfen Eier erst dann vorsichtig mit einem Löffel ins Wasser gegeben werden, wenn dieses die 100 Grad Celsius erreicht hat, also im Kochtopf sprudelt. Auf welcher Stufe man dabei die Eier kocht ist egal, solange das Wasser die entsprechende Temperatur von 100 Grad hat – empfohlen wird aber die mittlere Stufe am Herd.

Muss man Eier nach dem Kochen mit kaltem Wasser abschrecken?

Ein Irrglauben besagt, dass sich Eier leichter schälen lassen, wenn man sie nach dem Kochen direkt mit kaltem Wasser abschreckt, aber dem ist nicht so. Es lohnt sich allerding, weichgekochte Eier kalt abzuschrecken, da dadurch verhindert wird, dass das Eigelb weiterhin gart und dadurch fest wird.

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Lässt sich ein Hühnerei schlecht von seiner Pelle trennen, ist dies ein gutes Zeichen. Das beweist, dass es sich um ein frisches Ei handelt. Ältere Eier lassen sich leichter pellen.

Wie kann man verhindern, dass Eier beim Kochen platzen?

Zuallererst: Ein geplatztes Frühstücksei sieht zwar nicht so toll aus, essen kann man es dennoch unbedenklich. Das Eier beim Kochen platzten, liegt am Temperaturunterschied zwischen dem kochenden Wasser und dem Hühnerei. Dadurch entsteht im Ei ein Druck, dem die Eierschale irgendwann nachgibt und platzt.

Um das Platzen zu verhindern, gibt es einige Tricks. Zum einen kann man die Eier zusammen mit dem Wasser erhitzen. Diese Methode erschwert es allerdings, genau abzuschätzen, wann das Ei die gewünschte Konsistenz besitzt.

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Gibt man dem Wasser etwas Essig oder Salz hinzu, stockt dadurch das Eiweiß, sobald es mit dem Wasser in Berührung kommt. Die Schale kann zwar weiterhin platzen, aber man sieht es kaum oder gar nicht. Wenn man das Ei vor dem Kochen mit einem Pinnagel oder einem Eierstecher ansticht, kann der Druck durch dieses Loch entweichen und das Ei am Platzen hindern.

Woran erkennt man frische Eier?

Auch wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum von Eier abgelaufen ist, ist dies noch lange kein Grund die Eier wegzuwerfen. Ob die Eier noch gut oder schon schlecht geworden sind, lässt sich ganz einfach testen. Dafür benötigt man nur ein mit Wasser gefülltes Glas und das Ei. Gibt man das Ei ins Wasserglas und es sinkt sofort zu Boden, dann ist es noch frisch. Bleibt es im Glas stehen, ist es zwar schon ein paar Tage alt, aber durchaus noch genießbar. Schwimmt das Ei allerdings an der Wasseroberfläche, dann ist es schon alt und möglichweise bereits verdorben. In dem Fall wirft man das Ei besser weg.

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