Fußball-Regeln: Das könnte sich bald ändern

Fußball ist der schönste Sport der Welt, da sind sich alle Fans des runden Leders einig. Das bedeutet aber nicht, dass es keine Optimierungs-Potenziale mehr gibt. Drei Drittel statt zwei Halbzeiten (werbefreundlich!), größere Tore, breitere Pfosten usf. - was für Ideen sind nicht schon alles von Fußball-Vordenkern ins Gespräch gebracht worden?



Während die FIFA-Spitze um Gianni Infantino Kreativität vor allem bei der Erschließung neuer Geldquellen entwickelt, erarbeitet das IFAB (International Football Association Board), dem neben vier FIFA-Mitgliedern Vertreter der vier "Ur-Fußballverbände aus England, Schottland, Wales und Nordirland angehören, regelmäßig Reformvorschläge für das Spiel selbst, das weiterhin auf dem grünen Rasen stattfindet.

Und die sind mitunter sinnvoll, wie selbst Traditionalisten zugeben. Torlinientechnik und Rückpassregel möchten mit Sicherheit nur noch wenige Fans missen. Vielleicht sind ja auch unter den möglichen Neuerungen, die derzeit diskutiert werden, wieder ein paar unterstützenswerte Vorstöße dabei.

Handspiel

Unvergessen der durch Jerome Boateng verursachte Handelfmeter im Halbfinale gegen Frankreich bei der EM 2016. Zudem vergeht kein CL- oder Bundesliga-Spieltag ohne hitzige Diskussion über die Berechtigung von Strafstößen. Absicht oder nicht? Geht die Hand zum Ball? Hinkünftig soll der Pfiff nur noch ertönen, wenn sich der Arm bei der Ballberührung über Schulterhöhe befindet oder wenn er "klar abgespreizt" ist, was natürlich immer noch Auslegungssache ist. (Und Frankreich würde den Elfmeter auch weiterhin bekommen.)

Auswechslungen

Um kurz vor Schluss einen Vorsprung über die Zeit zu retten, mutieren selbst Flügelflitzer zu lahmen Schnecken, wenn sie vom Feld gerufen werden. Damit könnte bald Schluss sein: In Zukunft sollen ausgewechselte Spieler sich den mitunter endlos scheinenden Weg bis zur Mittellinie sparen und das Feld verlassen, wo sie gerade stehen.

Elfmeter

Beim Elfmeterschießen gibt es auch jetzt schon keinen Nachschuss. Pariert der Torwart den Schuss oder landet das Spielgerät am Pfosten, ist die Chance vertan. Auch im laufenden Spiel soll es demnächst keine Möglichkeit mehr geben, einen Fehlschuss vom Elfmeterpunkt zu korrigieren.

Darüber hinaus soll es gelbe und rote Karten auch für Trainer geben, die zu Sperren führen können.

Eine Entscheidung fällt auf der nächsten Generalversammlung im März 2019.
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