Tragödie um Emiliano Sala: Pilot hatte keine Fluglizenz

Laut neuesten Erkenntnissen hatte Pilot David Ibbotson keine gewerbliche Fluglizenz und hätte somit keine Passagiere transportieren dürfen.



Die Angehörigen klammern sich weiterhin an die Hoffnung, dass Fußball-Profi Emiliano Sala (28) noch am Leben ist. Doch die Hoffnung ist sehr gering - und schwindet mit jedem weiteren Tag. Die Küstenwache hat ihre Suche bereits offiziell für beendet erklärt. „Die Überlebenschancen in diesem Stadium sind extrem gering", sagte Hafenmeister David Barker. „Ich bin absolut überzeugt, dass wir nicht mehr hätten tun können."

Es wird davon ausgegangen, dass Sala und sein Pilot David Ibbotson (59) bei dem Flugzeugabsturz über dem Ärmelkanal ums Leben gekommen sind. Die Propellermaschine war auf dem Weg von Nantes nach Cardiff und verschwand aus bisher ungeklärten Gründen vom Radar. Bislang wurden weder Trümmerteile noch Leichen geborgen. Der argentinische Stürmer war auf dem Weg zu seinem neuen Klub Cardiff City, der ihn für eine Ablösesumme von 17 Millionen vom FC Nantes abgeworben hatte.

Schulden in Höhe von 18.000 Pfund

Laut neuesten Erkenntnissen hatte Pilot David Ibbotson nur eine private und keine gewerbliche Fluglizenz. Das bedeutet, dass er keine zahlenden Passagiere hätte transportieren dürfen. Laut der britischen „Sun" hatte der vierfache Vater Schulden in Höhe von 18.000 Pfund (etwa 20.000 Euro) und soll sein Flieger-Hobby mit Jobs als Heizungsbauer und DJ finanziert haben.

"Bitte stoppt die Suche nicht"

Ich weiß in meinem Herzen, dass Emiliano noch lebt", sagte Salas Schwester Romina in einer emotionalen Pressekonferenz. Sie war extra von Argentinien nach Cardiff geflogen und flehte die Behörden an weiterzusuchen und nicht aufzugeben: "Meine Nachricht lautet: Bitte stoppt die Suche nicht. Wir schätzen die bisherigen Bemühungen. Aber bitte: Stoppt die Suche nicht." Auch Vater Horacio Sala sagte gegenüber argentinischen Medien, dass er noch Hoffnung habe: "Das Einzige, worum ich bitte, ist die Suche fortzusetzen. Er kann nicht einfach so verschwunden sein."

Fußball-Star und Landsmann Lionel Messi meldete sich ebenfalls zu Wort: "Solange es noch Möglichkeiten gibt, einen Funken Hoffnung, fordern wir, bitte hört nicht auf nach Emiliano zu suchen."
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