Studie: An diesem Tag schlafen wir am schlechtesten

Schlafprobleme sind lästig und führen dazu, dass man sich im Alltag abgeschlagen und weniger leistungsfähig fühlt. Eine neue Studie hat nun herausgefunden, an welchem Wochentag viele Menschen schlecht schlafen und was man dagegen tun kann.

Es gibt Tage, an denen fällt uns das Einschlafen besonders schwer. (Symbolbild: Getty Images)
Es gibt Tage, an denen fällt uns das Einschlafen besonders schwer. (Symbolbild: Getty Images)

Laut Gesundheitsinformation.de leidet etwa jeder dritte Mensch an Schlafproblemen. Dabei müssen gar nicht immer medizinische Gründe oder tiefgreifende psychologische Probleme vorliegen. Oft sind es einfach gewisse Gewohnheiten, die dazu führen, dass man schlechter einschlafen kann - dabei spricht man auch von der sogenannten Schlafhygiene.

Eine neue Studie belegt nun, wie wichtig diese Schlafhygiene für viele Menschen ist. Dabei fand man heraus, dass es einen bestimmten Wochentag gibt, an dem es vielen Menschen besonders schwer fällt einzuschlafen. Die Studie wurde mit Hilfe einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Meditationsapp Calm durchgeführt.

Neuste Studie: Wie hängen Schlaf und posttraumatische Belastungsstörungen zusammen?

Knapp 4.200 US-Amerikaner und Briten nahmen an der Onlineumfrage teil. Das Ergebnis: Der Sonntag ist der Tag, an dem die meisten Befragten unter Einschlafproblemen leiden. Dies gaben 46 Prozent der Befragten an. Auf dem zweiten Platz landete der Montag mit 17 Prozent. Am leichtesten hingegen fällt den meisten Befragten das Einschlafen am Donnerstag. Nur 3 Prozent aller Teilnehmer gaben an, an diesem Tag Schwierigkeiten beim Einschlafen zu haben. Das Muster ist also deutlich zu erkennen. Geht es auf das Wochenende zu, schlafen viele leichter ein als zu Beginn der neuen Woche.

Die Gedankenspirale verstärkt die Einschlafprobleme

Auch Experten bestätigen diese Theorie. Der Psychologe Dr. Steve Orma, der sich auf Schlaflosigkeit spezialisiert hat, erklärte sich dieses Phänomen gegenüber der "Daily Mail" so, dass viele Menschen am Freitag- und Samstagabend später ins Bett gehen und somit am Samstag- und Sonntagmorgen länger ausschlafen. Dadurch sind sie am Sonntagabend einfach noch nicht so müde, wenn sie wieder zur "gewohnten Zeit" ins Bett gehen. Je länger sie dann wach im Bett liegen und nicht einschlafen können, desto mehr fangen sie an, sich darüber zu sorgen. Sie fragen sich, warum sie nicht einschlafen können und wie müde sie wohl am nächsten Tag sein werden. Diese Gedankenspirale verstärkt das Einschlafproblem.

Aber auch die Auswirkungen des Alkoholkonsums sowie möglicherweise auch Sorgen oder gar Furcht vor der neuen Arbeitswoche können Faktoren sein, die den schlechten Schlaf zum Wochenbeginn erklären.

Eine gute Schlafhygiene kann Abhilfe verschaffen

Daher rät der Experte, auch am Wochenende bei den gewohnten Einschlafzeiten zu bleiben und maximal eine Stunde später als unter der Woche aufzustehen. Das sorgt für eine gesunde Schlafhygiene, denn so vermeidet man, dass der Biorhythmus zu stark aus dem Gleichgewicht gerät. Zudem sei es ratsam, sonntags auf Alkohol zu verzichten und am Abend entspannenden Tätigkeiten wie Lesen oder Meditieren nachzugehen. Das beruhigt den Geist und stellt das Gehirn auf das Einschlafen ein.

Wolfsstunde: Warum man mitten in der Nacht aufwacht

Weiter sollte man darauf verzichten, zu laute Musik vor dem Einschlafen zu hören. Auch das Arbeiten oder Spielen am Computer oder Smartphone sorgt für schlechteren Schlaf. Warme Getränke hingegen wie ein Glas warme Milch, Kamillen- oder Baldriantee fördern laut Gesundheitsinformation.de das schnelle Einschlafen ebenso wie eine warme Dusche, ein warmes Fuß- oder Vollbad und ätherische Öle wie Kamille oder Lavendel. All das beruhigt den Geist und stellt das Gehirn auf das Einschlafen ein.

VIDEO: Neue Studie: Licht aus für einen gesunden Schlaf!