Geschworener in Chicago: Obama erhält vom Gericht einen Korb

Der ehemalige US-Präsident sorgt für viel Aufregung in seiner Heimatstadt Chicago: Er sollte Geschworener in einem Gerichtsverfahren werden – und wurde abgelehnt.

Ein Ex-Präsident zum Anfassen. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich gestern in Chicago die Nachricht, dass man im Gerichtsgebäude der Stadt Barack Obama aus der Nähe erleben könne. Der Grund war ein Termin, den man selbst als ehemaliger Präsident der Vereinigten Staaten nicht ablehnen kann: Der 56-Jährige hatte eine Vorladung für den Bewerberpool eines Geschworenengerichts bekommen. Diese werden in den USA per Zufall ausgesucht und per Brief zum Gericht bestellt. Dort wählen die Prozessbeteiligten dann aus dem Kandidaten-Pool die berühmten 12 Geschworenen aus.

Obama, der von zahlreichen Sicherheitsbeamten umringt das Gerichtsgebäude betreten hatte, wurde in diesem Verfahren abgelehnt. Dabei brächte der „Juris Doctor", der lange als Rechtswissenschaftler, Anwalt und Jura-Dozent tätig war, eigentlich gute Voraussetzungen für den Job mit. Allerdings: Bekannte Persönlichkeiten werden in den USA so gut wie nie als Geschworene zugelassen, weil sie die Jury zu stark dominieren würden. So fiel im Jahr 2015 schon Obamas Vorgänger George W. Bush in Dallas durch diesen Auswahlprozess, nachdem er zuvor ebenfalls eine Zustellung zum „jury duty", wie man in den USA sagt, bekommen hatte.
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