Er wurde nur 35: "Glee"-Star Mark Salling tot aufgefunden

Die Leiche des Schauspielers wurde am Dienstag von der Polizei in Los Angeles entdeckt. Ihn erwartete eine Verurteilung wegen des Besitzes von Kinderpornografie

Wie die Promi-Seite TMZ schreibt, sollen Familienangehörige den 35-Jährigen in der Nacht auf Dienstag bei der Polizei als vermisst gemeldet haben. Am Vormittag fanden Polizisten des LAPD seine Leiche an einem kleinen Fluss am Rand von Los Angeles. Sie soll an einem Baum gehangen haben. Ermittler des LAPD gehen nach Informationen von TMZ davon aus, dass die Indizien am Tatort auf einen Selbstmord hindeuten.

Mark Salling wuchs in einem streng religiösen Elternhaus in Dallas, Texas auf. Nach kleineren Rollen in TV-Produktionen wie „Walker, Texas Ranger" feierte er 2009 mit einer Hauptrolle in der High-School-Serie „Glee" seinen Durchbruch als Schauspieler. Der gelernte Gitarrist besetzte in der mit Musikeinlagen angereicherten TV-Produktion seit der ersten Pilotfolge die Figur des Noah "Puck" Puckerman.

Sexualstraftaten beendeten seine Karriere

Salling spielte in den ersten fünf von insgesamt sechs Staffeln bei „Glee" mit. In der fünften Staffel, die im Jahr 2013 gedreht wurde, war seine Rolle allerdings schon auf wenige Gastauftritte begrenzt. Anfang des Jahres hatte ihn eine Ex-Freundin bei der Polizei angezeigt, weil er sie zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr gezwungen haben soll. Salling wurde von einem Gericht zur Zahlung einer Entschädigung in Höhe von 2,7 Millionen US-Dollar verdonnert.

Es blieb nicht sein einziger Konflikt mit dem Gesetz. Im Dezember 2015 wurde Salling in Los Angeles wegen des Besitzes mehrerer Tausend Fotos und Videos mit strafbaren pornografischen Inhalten verhaftet. Im Mai 2016 folgte die Anklage wegen des Besitzes von Kinderpornografie. Der Prozess fand im September 2017 statt. Salling bekannte sich schuldig. Ihn erwartete eine Haftstrafe zwischen vier und sieben Jahren. Sie sollte im März 2018 verkündet werden.

Bereits der zweite Todesfall im „Glee"-Cast

Die Darsteller der US-Serie „Glee", die von der Schwierigkeit des Erwachsenwerdens erzählt, scheinen das Unglück anzulocken. So ist Sallinger bereits der zweite Todesfall innerhalb der jungen Darsteller-Gilde. Bereits im Jahr 2013 verstarb der Schauspieler Cory Monteith, der mit „Glee"-Darstellerin Lea Michele liiert war, an einem toxischen Mix aus Alkohol und Heroin. Er spielte in der Serie Finn Hudson, einen Kumpel von Sallings Figur Puck.
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