Vorher-Nachher-Bilder: Diese Stars waren unterm Messer

Sie alle haben mit Beauty-OPs nachgeholfen. Ob sich das im Sinne der Schönheit für die Reality-Sternchen gelohnt hat, zeigt dieser unglaubliche Vergleich. Und Experten warnen: Jugendliche werden zu Eingriffen verführt.


Im amerikanischen Reality-TV sind pralle Brüste, ein Schmollmund und eine faltenfreie Stirn gerne gesehen. In vielen MTV-Shows wandeln sich die süßen Mädchen bald zur "gemachten" Sexbombe, wie das Video zeigt. Doch Mediziner warnen jetzt: Immer mehr Jugendliche werden durch solche Vorbilder zur Nachahmung verführt.

Auch TV-Shows über Schönheits-Operationen führen dazu, dass sich unsere Körperwahrnehmung wandelt. Das haben Psychologen der Rutgers-Camden University in einer Untersuchung mit 200 Studenten gezeigt. Viele glaubten tatsächlich, dass kosmetische Chirurgie Jugendliche glücklicher mache. Doch dafür gebe es keine Nachweise, so die Forscher.

All diese Formate spielen sich außerhalb der Realität ab. Brust- und Nasen-OPs langweilen inzwischen das Publikum. Da braucht es schon die Rundum-Transformation oder die Brustwarzen in Herzchenform. Und die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) bestätigt, Reality-TV habe den Andrang von Jugendlichen auf Schönheits-OPs erhöht.

Seriöse Chirurgen führen ein ausführliches Vorgespräch mit dem Jugendlichen. Sieht der Arzt einen Eingriff für nicht nötig oder auch zu risikoreich an, wird von einer OP abgeraten. Der zahlende Kunde darf hier nicht immer König sein – im Sinne der Gesundheit und der Ethik. Daher dürfen plastische Chirurgen auch keine direkte Werbung für ihre Dienste machen.

TV-Formate, in denen Beauty-OPs Thema sind, befinden sich demnach in einer gefährlichen Grauzone. Diese indirekte Werbung ist zulässig, hat aber krasse Folgen. Es wird daher gefordert, dass die Medien sensibler mit dem Thema Schönheitswahn umgehen. Kindern sollte frühzeitig beigebracht werden, dass sie liebenswert sind, so wie sie sind.

Zudem sollte mehr über Risiken und Nachwirkungen der Operationen aufgeklärt werden. Denn eine Schönheits-OP ist kein Friseurbesuch. Immerhin dürfen Schönheitsoperationen sowie das Vorher und Nachher im Fernsehen nicht vor 23 Uhr ausgestrahlt werden. Und letztendlich müssen Ärzte ihr Selbstverständnis als Mediziner überprüfen.
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