Cathy Hummels: Wegen Schleichwerbung vor Gericht

Vor dem Landgericht München wurde darüber verhandelt, ob die Influencerin auf Instagram versteckte Werbung betrieben hat.



Cathy Hummels (31) war wegen angeblicher Schleichwerbung auf Instagram vom Verband Sozialer Wettbewerb (VSW) verklagt worden. In 15 Instagram-Posts habe die Influencerin und Frau von Profi-Fußballer Mats Hummels (30) Werbung nicht korrekt gekennzeichnet, so der Vorwurf. Hummels habe Hersteller ihrer Bekleidung namentlich genannt und zudem deren Webseiten verlinkt. Hummels Anwälte dagegen sagen, dass die Posts nicht mit Gegenleistungen verbunden waren und somit keine Werbung seien. 465.000 Abonnenten folgen Hummels derzeit auf ihrem Instagram-Kanal.

Hummels weist Vorwürfe zurück

Vor dem Prozesstag ließ Hummels ihre Fans auf Instagram wissen, dass sie sich nicht unterkriegen lasse: "Ein bisschen aufgeregt bin ich, weil ich Angst habe, dass ich es nicht schaffe klar zu machen wie wirr, unfair, unsinnig, zeitintensiv und ausbeutend dieser Abmahnwahnsinn ist. Ich kämpfe für UNS, für UNSERE freie Meinung und vor allem für Authentizität." Nach der Verhandlung bekräftigte sie nochmals, dass sie für ihre Posts keine Gegenleistung von den Herstellern erhalten habe und es sich daher nicht um Werbung handele. "Ich bin mir keiner Schuld bewusst", so die Influencerin.

Urteil im April erwartet

Das Urteil wird laut einer Sprecherin des Landgerichts München am 29. April erwartet. Dieses könnte wegweisend für den zukünftigen Umgang mit der Kennzeichnung von Werbung auf Instagram sein. Eine klare Grenze zwischen einem persönlichen Tipp und Werbung zu ziehen, dürfte nicht einfach sein. Es stellt sich auch die Frage, ob Prominente ihren Followern generell Produkte oder Dienstleistungen empfehlen dürfen.

Nicht die erste Klage

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Cathy Hummels juristischen Ärger eingehandelt hat. Der dänische Sporthersteller Hummel hatte der Influencerin 2018 per einstweiliger Verfügung verboten, Freizeitschuhe mit dem Schriftzug "Hummels" auf den Markt zu bringen. Das Unternehmen warf der Spielerfrau Markenverletzung vor - die Namen Hummel und Hummels seien zu ähnlich. Mehr dazu im Video.

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