Michael Jackson: Auch deutsches Missbrauchsopfer

Im Interview mit Bild sprach der heute 35-Jährige Michael Jacobshagenüber sein traumatisches Erlebnis mit dem verstorbenen King of Pop.



Die Dokumentation "Leaving Neverland", die neue Details über die Missbrauchsvorwürfe gegen Popstar Michael Jackson ans Licht bringt, hat in jüngster Zeit für Furore gesorgt. In der umstrittenen Doku melden sich zwei der Opfer, die inzwischen erwachsenen Amerikaner James Safechuck (40) und Wade Robson (36), zu Wort. Beide verbrachten im Alter von sieben und zehn Jahren Zeit auf Jacksons Anwesen "Neverland". „Er hat mich über sieben Jahre sexuell missbraucht", so Robson.

Auch Deutscher unter den Missbrauchsopfern

Nun hat sich auch ein erstes deutsches vermeintliches Missbrauchsopfer an die Öffentlichkeit gewandt. „Michael Jackson hat mich missbraucht!", so Michael Jacobshagen (35) im Interview mit Bild. Der PR-Manager aus München soll 1998 von Jackson unsittlich berührt worden sein. Jacobshagen war zu diesem Zeitpunkt 14, Jackson 39 Jahre alt.

"Michael hatte mich eingeladen. Wir wohnten in einer 140-Quadratmeter-Suite im 'Hotel Bayerischer Hof'", behauptet Jacobshagen. Die beiden schliefen zusammen in einem Bett, wo es dann auch zum sexuellen Übergriff kam. "Er hat sich an mich gepresst und meinen Nacken geküsst. Nachts habe ich gemerkt, dass seine Hand an meinem Oberschenkel lag. Und an meinem Hintern", schildert der heute 35-Jährige das traumatische Erlebnis. „Ich habe seine Erektion gespürt. Manchmal ist er dann ins Badezimmer, aber ich habe kein Wassergeräusch gehört. Es hörte sich an, als würde er masturbieren."

Kennengelernt hatte Jacobshagens den King of Pop bereits drei Jahre zuvor im Disneyland Paris. Seine Mutter schaffte es ein Treffen zu arrangieren. "Er hat sich mit Geschenken und persönlichen Briefen an mich und meine Mutter herangetastet."

Leaving Neverland brach sein Schweigen

Den Entschluss an die Öffentlichkeit zu gehen, fasste Jacobshagen aufgrund der Dokumentation "Leaving Neverland". Der PR-Manager, der inzwischen selbst Vater eines Sohnes ist, konnte nicht länger schweigen: "Ich wusste, dass ich nicht alleine dastehe. Es ist eine riesige Last, die von mir abfällt."

„Leaving Neverland" soll bald auch im deutschen Fernsehen zu sehen sein. ProSieben kündigte an, die Dokumentation am 6. April zu zeigen.
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