Angststörung: Robbie Williams verließ mehrere Jahre kaum das Haus

Wer Robbie Williams einmal live auf der Bühne erlebt hat, wird es kaum glauben. Aber der der scheinbar so extravertierte Entertainer hat nicht nur eine ängstliche Seite, er wurde sogar über einen sehr langen Zeitraum so stark von seinen Ängsten bestimmt, dass er sich buchstäblich nicht vor die Haustür traute.



Der kometenhafte Aufstieg von Robbie Williams begann im Jahr 1990 mit seiner Boygroup "Take That", die gigantische Erfolge feierte und den Jungen aus Stoke-on-Trent in den Neunzigerjahren zum Superstar machte. Nach fünf Jahren mit maximaler Bekanntheit und zahlreichen Top-Ten-Platzierungen hatte der damals 21-Jährigen im Jahr 1995 genug und stieg aus. Neben Alkohol- und Drogenproblemen bewogen ihn die Unzufriedenheit mit dem starren Eingebundensein in das Gesamtkonstrukt "Take That" zu diesem Schritt. Ein Jahr später gab der Rest der Gruppe seine Auflösung bekannt.

Auch die Solo-Karriere von Robbie Williams hob schnell ab. Fünf Alben in Folge landeten in mehreren wichtigen europäischen Ländern auf Platz 1 in den Charts. Seine Konzerte in den größten Arenen und Fußballstadien, bei denen er teilweise vor mehr als 100.000 Fans spielte, waren in kürzester Zeit ausverkauft.

Wahnvorstellungen, Depressionen

Dann der Absturz: Suchtprobleme, Wahnvorstellungen, Depressionen, Rückzug aus der Öffentlichkeit. In den drei Jahren zwischen den Alben "Rudebox (2006) und "Reality killed the Video Star" (2009) saß der Popstar tagelang zu Hause auf dem Sofa und mied Orte, an denen er Menschen hätte treffen können. Wie er der "Sun" in einem Interview erzählte, sei die Furcht vor der Welt da draußen so schlimm gewesen, dass er sogar einen Mega-Deal in den USA ausgeschlagen habe, der ihm als Nachfolger von Simon Cowell bei "American Idol" 15 Millionen Pfund eingebracht hätte.

Ausgerechnet "Take That" war die Rettung

Robbie Williams machte eine Therapie. Aber was ihn endgültig wieder ins Leben zurückbrachte, war die Reunion mit "Take That". Im Jahr 2010 schloss er sich der bereits 2005 wiedergegründeten Band an und lernte dort in kleinen Schritten wieder, sich an die Öffentlichkeit und die damit verbundene Aufmerksamkeit zu gewöhnen.
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