Schauspielerin offenbart geheimes Doppelleben

Schauspielerin Marisol Nichols enthüllt in einem Interview, dass sie jahrelang ein spektakuläres Doppelleben führte.



Fans von "Riverdale" kennen Marisol Nichols als Hermione Lodge, die Mutter einer der Hauptcharaktere in der Netflix-Serie. In einem neuen Interview mit dem Magazin "marie claire" offenbarte die Schauspielerin jetzt allerdings, dass sie über Jahre noch einer anderen Tätigkeit nachging, mit der viele sicherlich nicht gerechnet hätten.

Undercover beim FBI

Nichols setzt sich nämlich bereits seit mehreren Jahren im Verborgenen für die Bekämpfung von Sexhandel mit Minderjährigen ein. Gegenüber der Journalistin Erika Hayasaki erzählte die 46-Jährige, dass sie zu Beginn auf freiwilliger Basis mit dem FBI zusammenarbeitete. Dabei schlüpfte sie in die Rolle eines Vaters oder einer Mutter und tat so, als wolle sie Männern über eine bestimmte App Sex mit ihrem Kind verkaufen. Das Ganze ging sogar so weit, dass sie sich teils sogar am Telefon als das Kind ausgab und mit verstellter Stimme mit den Männern sprach.

"Diese Typen sehen wie normale Leute aus"

Hauptberuflich verfolgte Nichols zu dieser Zeit allerdings ihre Schauspielkarriere. 2012 jedoch beschloss sie, sich noch intensiver mit dem Thema Sexhandel auseinanderzusetzen und nahm einen Job in der "Operation Underground Railroad" des FBIs an. 2014 gründete sie schließlich die Non-Profit-Organisation "Foundation for Slavery Free World" durch die sie bis heute versucht, die Öffentlichkeit besser über den versteckten weltweiten Sexhandel mit Kindern zu informieren. Denn: Menschen, die sich an Kindern vergreifen wollen, lassen sich nicht einfach entdecken. "Diese Typen sehen wie normale Leute aus" sagt Nichols in dem Interview, als sie von einem Fall erzählt, bei dem sie sich undercover mit einem äußerlich seriös wirkenden Mann traf, der wollte, dass sie ihm eine Sexparty mit mehreren Kindern organisierte.

Sie selbst ist ein Opfer

Die Schauspielerin setzt sich unter anderem deshalb so vehement dafür ein, Sexhandel mit Minderjährigen zu stoppen, weil sie selbst mit 11 Jahren von mehreren älteren Jungen vergewaltigt wurde, nachdem sie zusammen Alkohol getrunken hatten. Eine traumatische Erfahrung, die dazu führte, dass sie wenig später anfing, Drogen zu konsumieren. Erst der Eintritt in die kontroverse Glaubensgemeinschaft "Scientology" habe ihr dabei geholfen, ihr Leben in den Griff zu bekommen.

Die Geschichte von Marisol Nichols soll nun verfilmt werden. Sony Pictures Television sicherte sich bereits die Rechte. Weitere Infos dazu zeigt das Video.
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