Mehrere Jahre Haft für Boris Becker möglich


Ärger vor Gericht für Boris Becker: Der Tennisprofi soll bei Angaben, die seine Insolvenz betreffen bewusst einen Teil seines Vermögens verschleiert haben.



Boris Becker erschien am Donnerstag vor dem Westminster Magistrates Court in London. Der Vorwurf der Anklage: Laut einem Bericht der Zeitung "Evening Standard" soll der Tennisstar mehrere Immobilien, Wertanlagen und Konten mit erheblichen Summen sowie Schulden gegenüber dem staatlichen Insolvenzdienstes nicht angegeben haben. Des weiteren soll er auch einige Transaktionen vor und nach seinem Insolvenzverfahren nicht korrekt mitgeteilt haben.

Becker plädiert auf unschuldig

Insgesamt sind es 19 mutmaßliche Verstöße gegen seine Insolvenzauflagen, wegen denen der 52-Jährige in London vor Gericht erscheinen musste. Becker und sein Anwalt plädieren in allen Fällen auf nicht schuldig. Dabei soll es nach Medienangaben um ein Vermögen von mehreren Millionen Euro gehen, das Becker verheimlicht haben soll, seitdem er im Jahr 2017 von einem Konkursgericht für insolvent erklärt worden war. Er sagte außerdem aus, dass er die damals festgelegte Schuldsumme von 3,9 Millionen Euro inzwischen beglichen habe, sein Insolvenzverwalter sei damit aber noch nicht zufrieden. Im Fall einer Verurteilung sollen ihm bis zu sieben Jahre Haft drohen.

Wie geht es nun weiter?

Die Auflagen, an die sich Becker seit seiner Insolvenz halten muss, wurden im vergangenen Jahr verlängert und gelten nach aktuellem Stand bis 2031. So lange darf er britischen Medien zufolge zum Beispiel keine höheren Kredite mehr aufnehmen und braucht eine spezielle Genehmigung, sollte er in einem Unternehmen eine Führungsposition einnehmen wollen. Der große Gerichtsprozess, der klären wird, ob sich Boris Becker während seiner Insolvenz tatsächlich etwas zu Schulden hat kommen lassen, wird 2021 erwartet.

Bis zur nächsten Anhörung am 22. Oktober diesen Jahres, dieses Mal am Southwark Crown Court, darf er sich frei bewegen, muss allerdings einige strenge Auflagen einhalten. Sogar eine GPS-Fußfessel soll laut BILD vor Gericht vorgeschlagen worden sein.

Die wichtigsten Infos zu diesem Thema zeigt auch das Video.
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